Bolivien
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Länderinfo:Flagge
Hauptstadt: La Paz
Größe: 1.098.581 qkm
Einwohner (2007): 10,6 Mio.

* Allgemeines
* La Paz
* Titicacasee
* Copacabana
* Was sonst noch? Tipp für Bolivien
* Fotogalerie und Fotoshow


Allgemeines
Reisetermin: 02.07.- 03.07.1997 (2 Tage)
Organisation: "Miller Reisen"
Flug: Buenos Aires - La Paz mit Aerolineas Argentinas
Reiseart: Flug-, Boot- und Busreise
Mitreisende: "Gruppenreise" (Meine Frau und ich)
Wetter: Sehr warm, auf dem Titicacasee etwas kühler

Bolivien war das vierte Land unserer rund 2wöchigen Südamerikareise, die in kürzester Zeit die Top-Highlights des Kontinents zum Ziel hatte. Zusammen mit dem Veranstalter Miller-Reisen stellte ich eine Reiseroute zusammen, die durch die vielen Flüge zwar recht anstrengend werden, aber unvergesslich bleiben würde.
Die weiteren Stationen der Reise waren Paraguay, Brasilien, Argentinien und Peru.
Angekündigt als "Gruppenreise" stellte sich schon am Flughafen in Rio heraus, dass die "Gruppe" nur aus 2 Personen + Guide bestand - und zwar in jedem Land! Es wurde eine echte Luxusreise mit vielen Top-Hotels und - wie erwähnt - persönlichen Guides an jedem Ort.

La PazAltiplano beim Anflug
Schon der Anflug auf die höchstgelegene Hauptstadt der Welt (in 3600m Höhe) war fantastisch. Unter uns breitete sich die scheinbar endlose Hochebene (Altiplano) bis zum Andengebirgszug aus. Die Fahrt vom Flughafen in über 4000m Höhe hinunter in den Talkessel der Hauptstadt bot eine tolle Aussicht auf Stadt und Anden im Hintergrund. Unser Hotel "Eldorado" war dann allerdings eine ziemlich miese Bude (was bei nur 2 Sternen auch zu erwarten war). Schon kurz nach der Ankunft im Hotel machten wir dann den größten Fehler der Tour: Statt uns an die Höhe und ihre dünne Luft zu gewöhnen, starteten wir gleich zu einer Stadtrundfahrt. Diese begann recht gemütlich im Kleinbus und führte uns zunächst stadtauswärts ins bizarre "Valle de la luna" - das Mondtal. Auf dem Mond gibt es zwar solche Fetischmarkt La Pazzerklüfteten Lehmpyramiden nicht - aber außergewöhnlich war ihr Anblick durchaus. Zurück in der Stadt ging es dann zu Fuß weiter - die üblichen (nicht besonders interessanten) Stationen wie z.B. das Parlament, ein Freilichtmuseum mit Stelen aus Tiahuanaco (einer Vorläuferkkultur der Inka), die Kirche San Francisco (spanischer Kolonialstil), ein paar malerische Gassen und Plätze und zum Schluss der große Markt mit einer gigantischen Auswahl an Kartoffelsorten in allen denkbaren Farben. Interessant war noch der "Zaubermarkt", auf dem es die unterschiedlichsten Fetische zu kaufen gab - inclusive Lamaembryos (!!!).
Am Abend musste ich dann für die versäumte Akklimatisierung "bezahlen" - mich erwischte die Höhenkrankheit dermaßen, dass ich nicht nur die folgende Nacht, sondern auch die nächsten beiden Nächte kaum Schlaf bekam. Jeweils bis zum Mittag dieser 3 Tage fühlte ich mich total elend, hatte keinen Appetit und schon das Aufstehen bereitete mir soviel Mühe, dass ich am liebsten im Bett geblieben wäre. Alle Hilfsmittel, die ich in den nächsten Tagen einnahm, halfen nichts. Weder das Medikament aus der Apotheke in Deutschland noch der Cocatee oder das Kauen von Cocablättern der Einheimischen. Erst nach 3 Tagen verschwanden die Symptome wieder - keine schöne Erfahrung...

Titicacasee
Den ersten Vormittag mit der Höhenkrankheit verbrachte ich zum großen Teil im Kleinbus auf der Hafen am TiticacaseeFahrt von La Paz zum Titicacasee. Die frühe Abfahrt um 5.45 Uhr machte mir nichts aus, da ich sowieso die ganze Nacht wach war. Über den eindrucksvollen Altiplano ging die Fahrt zum Hafen Huatajata, wo ein Motorboot von "Crillon Tours" und unsere Reiseleiterin Ana bereitstanden. Ein paar Lamas und ein trachtenmäßig "korrekter" Indio begrüßten uns und ich schleppte mich aufs Boot. Es handelte sich um ein Tragflügelboot, dass uns recht schnell zu diversen Inseln im See brachte. Der Himmel war wolkenlos, aber die Luft noch recht kühl, als wir auf der ersten Insel den "Inkagarten" mit seinen Terrassen betraten. Auf der Sonneninsel sollen angeblich die Gründer des Inkareiches die Erde betreten haben. Hier gelang mir ein schönes Foto von Sonneninsulanerinnen in ihren bunten Trachten. Der Aufstieg mit seinen zahllosen Stufen war für Höhenkranke schon recht heftig und dauerte daher deutlich länger als geplant. Auch hier gab es viele der traditionellen Terrassen zu sehen, mit denen die steilen Hänge in beackerbare Flächen verwandelt werden. Rasend schnell endete die Tour auf dem wunderbaren malerischen Titicacasee im Hafen des Wallfahrtsortes Copacabana.

Copacabana
Viel zu berichten gibt es über diesen Wallfahrtsort der "Schwarzen Madonna" nicht. Eine riesige weiße Kirche beherrscht den kleinen Ort, zugleich "Heimat" der Die Schwarze MadonnaSchwarzen Madonna, die hoch oben über dem Altar inmitten eines Blumenmeeres thront. Die prächtige Kirche ist ein ziemlicher Kontrast zu den normalen Behausungen der Einwohner. Während eines kleinen Spazierganges sahen wir uns noch das katholische Hostal und den Markt von Copacabana an. Als Gag für Touris gab es zum Schluss eine Urkunde von Manco Kapac, dem König der Inka, Herr und Gebieter des Heiligen Sees. Er "bestätigt" mit dieser Urkunde, dass wir von Heiligen Wasser der Sonneninsel getrunken und somit den Segen der Inkagottheit erhalten haben.
Gegen Mittag bestiegen wir dann wieder unserern Kleinbus und machten uns auf den Weg zur peruanischen Grenze.

 

Was sonst noch? Tipp für Bolivien

Akklimatisierung in den Anden
Zur Vorbeugung gegen die Höhenkrankheit (die durchaus sehr unangenehm werden kann, wie oben berichtet) sollte man in ca. 3000-3500m Höhe einen Tag zur Akklimatisierung verbringen, bevor man in größere Höhen aufbricht. Besonders bei Flügen aus Städten in Meereshöhe (in meinem Beispiel Buenos Aires) nach La Paz (in 3600m Höhe) sollte man am 1. Tag keinerlei Anstrengungen, auch keine noch so “harmlosen” Spaziergänge unternehmen.


Literatur
Reiseführer 1
Gerd Möller: Peru und Bolivien
2. Auflage 1991
Köln: DuMont
Reihe: Richtig reisen
ISBN 3-7701-2068-X
308 S., viele Ill.

SüdamerikaReiseführer 2
Hg. von Tony Perrottet
Überarb. Auflage 1996
München: Langenscheidt
Reihe: APA Guides; 116
ISBN 3-8268-1401-0
413 S., viele Ill.

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