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Länderinfo: Hauptstadt: Santiago de Chile Größe: 756.950 qkm Einwohner (2008): ca. 16,7 Mio.
* Allgemeines * 2.-3. Tag: Humboldtpinguine und ein Zaubertal * 4.-5. Tag: Stürmische Bootstour und Bekanntschaft mit zwei Füchsen * 6.-7. Tag: Salpeter und das nördliche Ende * 8.-9. Tag: Mumien und Start in die Anden * 10.-11. Tag: Höchstgelegener See und größter Mensch sowie ein Erdrutsch * 12.-14. Tag: Flamingos, Altiplano und Geysire * 15.-16. Tag: Kino und Panamericana * 17.-18. Tag: Letzte Andentour * 19.-21. Tag: Pisco-Brennerei, Stundenhotel und Weiterflug * 22.-26. Tag: Die Osterinsel * 26.-28. Tag: Santiago und Rückflug * Was sonst noch? Kleine Tipps für Chile * Literatur und Karten * Fotogalerie und Fotoshow
Allgemeines Reisetermin: 22.03. - 19.04.2006 (29 Tage) Organisation: selbst Flüge: LanChile (über Tourismus Schiegg, Schwangau) Autovermietung: Seelmann-Rent a car (Santiago, über Tourismus Schiegg, Schwangau) und privat auf der Osterinsel Unterkunft: 11x Zelt, 10x Motel/Hotel/Gästehaus und 5 Übernachtungen im Hotel auf der Osterinsel (über Tourismus Schiegg, Schwangau) Mitreisende: Meine Frau Wetter: meist sonnig, im Hochgebirge kühler, in der Wüste extrem heiß. Streckenlänge: 7496 km in Chile sowie ca. 200 km auf der Osterinsel
Ausgangspunkt für diese Reise war der lang gehegte Wunsch, einmal die geheimnisvollen Steinfiguren der Osterinsel zu sehen. Da aber rund 4 Wochen zur Verfügung standen und das selbst für die hochinteressante Osterinsel zuviel ist, plante ich zuvor noch eine Tour auf dem chilenischen Festland. Der Plan für eine Rundtour von Santiago, das ungefähr in der Mitte des Landes liegt, zunächst in den heißen Norden mit seiner Atacama-Wüste und dann in den kühleren Süden bis Feuerland zerschlug sich recht bald, da die Strecke viel zu lang ist, es keine durchgehende Straße auf chilenischem Gebiet bis in den Süden gibt (die Autovermietung wollte für einen Trip durch Argentinien 500 Dollar extra!) und letztendlich das Wetter im Süden äußerst schlimm werden kann. Besonders letzteres spricht dann auch gegen den geplanten Urlaub mit Geländewagen und Zelt. So plante ich eine Rundtour von Santiago bis in den Norden zur peruanischen Grenze und zurück. Da es nur wenige Straßen in Nord-Süd-Richtung gibt, waren wir gezwungen, nach den Abstechern in die Anden immer wieder auf die Hauptstraße (Panamericana) zurückzukehren bis zum nächsten Abzweig. 42kg Gepäck flogen mit um die halbe Welt - weniger Klamotten als vielmehr die notwendige Ausrüstung zum Zelten: Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, Gaskocher, Töpfe etc. Da blieb wenig Platz für Pullover und Jacken, je 1x musste reichen fürs Hochgebirge. Nach ca. 16 Stunden Flug erreichten wir Santiago de Chile und übernahmen dort einen Suzuki Grand Vitara. Dann fuhren wir zum vorgebuchten Hotel NH Ciudad, um uns erstmal von dem anstrengenden Flug zu erholen. Einkaufen und ein wenig Spazierengehen in der Hotelumgebung waren die einzigen Programmpunkte.
2.-3. Tag: Humboldtpinguine und ein Zaubertal (421 km + 391 km) TAG 2: Für 1 Euro / Liter tankten wir "unseren" Suzuki voll und machten uns - mitten in der Rushhour - auf den Weg zur Panamericana, die uns nach Norden führen sollte. Bei Cachagua erreichten wir die Pazifikküste und auf einer kleinen unzugänglichen Insel lebte eine Pinguinkolonie zusammen mit unzähligen Pelikanen, Möwen und Kormoranen. Wir beobachteten lange die kleinen Humboldtpinguine und sahen Pelikanen und Kormoranen bei der Jagd zu. Diese Pinguinkolonie gehört zu den nördlichsten der Erde. Trotz der hohen Temperaturen können sie hier überleben, da das Wasser durch den Humboldtstrom extrem abgekühlt wird. Auf dem Weg zurück zur Panamericana bot sich uns in einer sonst völlig öden Gegend eine unheimlich schöne Kakteenblüte, bis wir nahe Combarbala unseren ersten Zeltplatz in einem kleinen Tal fernab der Menschheit fanden. TAG 3: Nach kurzer Fahrt durch das Weinanbaugebiet bei Ovalle versorgten wir uns wieder mit Benzin und bekamen auf Nachfrage sogar einen 20-Liter-Ersatzkanister geschenkt. Den würden wir für die verschiedenen Andentouren dringend brauchen, da es dort auf über 600km keine einzige Tankstelle geben würde. Die nächste Station war etwas ganz Besonderes: das Valle del Encante (Zaubertal), in dem die Molle-Indianer vom 2.-7. Jahrhundert n. Chr. Petroglyphen (Steinbilder) hinterlassen haben. Unter sengender Sonne war der Spaziergang durch dieses Tal ein richtiges "Entdecker-" Erlebnis. Auch unser erster Nationalpark in Chile war etwas besonderes. Nach einem wenig spektakulären Spaziergang durch einen Wald bot sich uns plötzlich ein grandioser Ausblick auf den Pazifik. Riesige Nebelschwaden stiegen vom Meer die Küste hoch und brachten dem Wald - einem "valdivianischen Regenwald" - die dringend benötigte Feuchtigkeit. Diesen Effekt würden wir später noch einmal und noch eindrucksvoller beobachten können. Doch das "Welt-Biosphären-Reservat" Parque National Fray Jorge war eine gute "Einstimmung". Bei Choros Bayos fanden wir wieder einen äußerst einsamen Zeltplatz in mitten eines riesigen Sand- und Geröllfeldes.
4.-5. Tag: Stürmische Bootstour und Bekanntschaft mit zwei Füchsen (337 km + 541 km) TAG 4: Beobachtet von einer Herde Wildpferde und ein paar Eseln brachen wir - wie immer - schon vor 8 Uhr auf und erreichten nach ca. 1 Stunde das Fischerdorf Choros. Hier wurden laut Reiseführer Bootstouren zu Pinguininseln angeboten. Nach ein bisschen Durchfragen (nonverbal, denn wer spricht schon Spanisch?) fanden wir endlich die Anlegestelle und starteten mit dem Bootsführer, seiner kleinen Tochter Jimmy und dem Matrosen Miguel unsere dreistündige "Pinguino de Humboldt"-Bootstour. Es war ein winziges Bötchen mit einem starken Außenborder, das uns zu den drei Inseln inmitten des stürmischen Pazifiks brachte Insel 1 war ausschließlich von unzähligen Seelöwen bevölkert, die nicht nur einen Heidenlärm veranstalteten, sondern auch erbärmlich stanken. Unser Bootsführer kreuzte souverän ganz knapp vor den schroffen Felsen und fing das Boot immer wieder kurz vor dem Zerschellen ab. Insel 2 war nicht weniger eindrucksvoll, gab es hier nicht nur eine riesige Kormorankolonie zu bewundern, sondern auch noch viele Pelikane und - was sonst - Humboldt-Pinguine. Ungestört vom Menschen watscheln sie auf ihrer Insel und führen ein glückliches Pinguinleben. Insel 3 - die Isla Damas - beherbergte dagegen kaum Tiere, sondern "nur" unzählige Pflanzen. Hier durften wir auch an Land gehen und uns eine Stunde die Beine vertreten - eine ganze Insel nur für uns. Am Abend erreichten wir wieder eine größere Stadt - Copiapo - wo wir uns ein Abendessen im Restaurant "Bavaria" (!) leisteten und im Residencial "Nueva Chanarcillo" übernachteten. Wir bekamen das Top-Zimmer des Hauses mit Banos privados, dem eigenen Bad. Die Verständigung war leider äußerst schwierig und das Frühstück eine Katastrophe. Aber immerhin gabs eine schöne Dusche. TAG 5: Nach kurzem Einkauf in Caldera gings weiter auf der Routa 5 - der legendären Panamericana - die schnurstracks immer geradeaus parallel zur Pazifikküste verläuft. Höhepunkt des Tages war dann der Besuch des Parque National Pan de Azúcar. Über Schotter- und Sandpisten führte unser Weg durch eine grandiose Wüsten- und Felsenlandschaft Richtung Küste. In der Ferne sahen wir bald die bereits bekannten Küstennebelschwaden, die sich die 900m hohe Küste hochwälzten um Kakteen und Sträuchern die lebensspendende Feuchtigkeit zu bringen. Diese Stelle war noch eindrucksvoller als am Vortag - erst recht, als plötzlich zwei Füchse auftauchten. Mit Brotstücken lockten wir sie fast bis vor unsere Füße und erhielten als Dank ein paar schöne Fotos. Danach stand erstmal wieder Panamericana auf dem Programm - endlos gerade zieht sie sich Richtung Norden durch die Atacama-Wüste. Wieder in völliger Einöde fanden wir einen Zeltplatz nahe Rosario.
6.-7. Tag: Salpeter und das nördliche Ende (528 km + 323 km) TAG 6 war einer der Kilometerfresser-Tage. Nach einem kurzen Stop in Antofagasta und seinem Wahrzeichen "La Portada", einem riesigen Felsbogen im Pazifik unweit der Küste, befuhren wir die Routa 1 mit diversen Tankstops und einem ungewöhnlichen einsamen Friedhof. Hoch über Iquique fanden wir nach längerer Suche im Dunkeln einen Platz zum Zelten bei Alto Hospizio. TAG 7 wurde dann deutlich abwechslungsreicher. Zunächst stand die Besichtigung der alten Salpeterstadt Humberstone auf dem Programm, die wir - mal abgesehen vom Personal - ganz für uns alleine hatten. Sie liegt unweit von Iquique und war von 1862-1960 eine Art Gelddruckmaschine - bis ein Deutscher eine Möglichkeit fand, Salpeter künstlich herzustellen... Tennisplatz und Kino fehlten nicht, ebensowenig wie eine Kirche und zahlreiche noch gut erhaltene Wohnhäuser. Bei Tiliviche sahen wir dann die ersten "Geoglifos" - gigantische Bilder auf Stein. Die Geoglifos de Tiliviche stellen eine Lamaherde mit Hirt und Hund dar. Sie erstrecken sich über hunderte von Metern und wir sahen sie von der gegenüberliegenden Talseite. Wenig später erreichten wir dann die nördlichste Stadt Chiles: Arica. Vom 150m hohen Morro de Arica hat man einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt und das Meer. Nach den Tagen in der Wüste war die Fußgängerzone von Arica mit ihren schönen Cafes eine nette Abwechslung. Wir zelteten nachts am Pazifikstrand.
8.-9. Tag: Mumien und Start in die Anden (209 km) TAG 8: Noch einmal genossen wir Arica und seine Cafes und warfen einen Blick auf und in eine Stahl(!)-Kirche: die Iglesia San Marcos von 1875, erbaut von - welche Überraschung - Gustave Eiffel, dem Eiffelturmerbauer von Paris. Nachmittags stand dann wieder etwas ganz besonderes auf dem Programm: das Museo arqueologico San Miguel de Azapa. Hier befinden sich die ältesten Mumien der Welt (ca. 5500 v. Chr.): eine Mutter und ihr Kind. Sie sind zwar schon recht zerbröselt, aber durchaus noch erkennbar. Nun aber ging es endlich los in die Anden. Über die Routa 11, die Andenroute, erreichten wir zunächst das kleine Dorf Pocon Chile mit der schön-schlichten Iglesia de San Geronimo, unserer ersten "Adobekirche" (weiß verputzte Lehmziegelkirche) von 1605. Nach 149 km auf der Routa 11 - unter anderem durch ein Kandelaberkakteen-Feld - gelangten wir zur ersten Anden-Station, der "Akklimatisierungsstadt" Putre. Hier leben 1200 Einwohner auf 3500 m Höhe und die Reiseführer empfehlen einen mindestens eintägigen Aufenthalt zur Anpassung an den immer dünner werdenden Sauerstoffgehalt in der Luft. Unsere Unterkunft Residencial La Paloma buchten wir - nach ersten Anzeichen der Höhenkrankheit - für 2 Nächte und ließen es uns in dem Städtchen gut gehen - soweit das hier möglich war. Denn außer Spazierengehen und Essen gabs hier nicht allzuviel Abwechslung. Das abendliche Alpaca-Steak mit Reis und Pommes war übrigens lecker. TAG 9: Akklimatisierung. Kirche, zentraler Platz, Cafe, Lesen.
10.-11. Tag: Höchstgelegener See und größter Mensch der Welt sowie ein Erdrutsch (327 km + 402 km) TAG 10: Frühmorgens starteten wir zur 1. der geplanten Andentouren. Die beiden großartigen Nationalparks Lauca und Las Vicunas standen auf dem Programm. Vicunas und Alpacas sahen wir schon recht bald auf beiden Seiten der "Straße" grasen. Kurz vor der bolivianischen Grenze erreichten wir dann den höchstgelegenen See der Welt: den Lago Chungara (4500m). Der Hintergrund - der Parinacota (6330m hoch) - lag leider in Wolken, so dass wir uns auf ein paar Schritte am See beschränkten. Die dünne Luft machte sich hier oben heftigst bemerkbar. Auf dem Weg durch den grandiosen und einsamen Lauca Nationalpark durchquerten wir immer wieder Bachläufe, sahen Lamas und Alpacas, dazu die schneebedeckten Andengipfel im Hintergrund. Eine fantastische Strecke - leider ohne Tankstellen. Im Nationalpark Las Vicunas schlug dann das Wetter um. Dunkelblaue Wolken zogen am Horizont auf als wir den Ort Guallatiri erreichten, so ziemlich den gottverlassensten Ort den ich je gesehen habe. Ein Polizist machte uns darauf aufmerksam, dass weiter vorne die Straße durch einen Erdrutsch zerstört sei und wir wieder umkehren müssten. Vorher half er uns noch beim Auffüllen des Tanks, denn der Einfüllstutzen des Ersatzkanisters war zu kurz. Damit waren unsere Pläne erstmal durchkreuzt. Wir mussten nun zügig zurück, da die Wolken immer näher kamen und sich bereits in Sichtweite entluden. Die Bachläufe auf der Rückfahrt waren zu kleinen Flüssen angeschwollen - aber unser Suzuki meisterte jede Hürde. Abgesehen von etwas Regen entkamen wir dem Gewitter, hatten sogar noch Zeit für ein paar tolle Lama- und Vicuna-Fotos. Angesichts der stetig fallenden Tanknadel entschlossen wir uns für eine grandiose Abkürzung zurück zur Routa 11. Mitten in einem plötzlich aufziehenden Nebel fuhren wir auf einer Schotterpiste in engen Kurven zurück Richtung Flachland. Unbeschadet erreichten wir nach diesem ereignisreichen Tag die Gegend um Arica und zelteten wieder mitten in der Wüste nahe der größten Coca-Cola-Werbung der Welt.
TAG 11: Dieser Tag begann natürlich mit der Besichtigung der größten Coca-Cola-Werbung der Welt. Auf fast 5000 qm erstreckte sich der berühmte Coca-Cola-Schriftzug über einen ganzen Berghang. Wir fuhren bis unmittelbar heran und sahen uns aus der Nähe an, woraus der Schriftzug eigentlich bestand: aus hunderttausenden leeren Colaflaschen (!). Nächste Station war der "größte Mensch der Welt" - der Gigante de Atacama. Ein Steinbild von 86m Länge, das schon von weitem Sichtbar auf einem Berg prangt - inmitten einer endlosen Wüstenebene. In der Mittagshitze machte ich mich an den Aufstieg zum Gigante, da ich unbedingt wissen wollte, woraus dieses Bild eigentlich bestand. Aus der Nähe betrachtet war die Figur dann nicht mehr so eindrucksvoll. Sie bestand eigentlich nur aus "leerem Raum", d.h. der Berghang ist von unzähligen schwarzen Lavabrocken übersät und um die Figur zu erschaffen, hat man einfach die Lavabrocken in Form des Menschen entfernt. Diese leergeräumte Fläche sah nun von weitem so aus wie eine menschliche Figur. Aufgrund eines kleinen medizinischen Notfalls fuhren wir am Nachmittag nochmal nach Iquique, besuchten die Notfallklinik und sahen den Surfern im Pazifik zu. Besonders eindrucksvoll war noch unser Zeltplatz am Abend. Inmitten der Atacama-Wüste fuhren wir über einen Boden, der seit 50 Jahren keinen Regen mehr gesehen hatte und entsprechend breit waren die Spalten zwischen den knochentrockenen Erdschollen. Der nächste Ort war Pozo Almonte, von dem wir aber nur ab und zu äußerst leise LKW-Geräusche hören konnten.
12.-14. Tag: Flamingos, Altiplano und Geysire (465 km + 372km + 372km) TAG 12: Das Ziel des 2. Abstechers von der Panamericana in die Anden hieß "Salar de Huasca", ein einsamer Salzsee in 4400m Höhe. Das Bild, das sich uns am See bot, war einfach einmalig. Keine Menschen, keine Häuser, nur ein paar Sandpisten - dazu Flamingos, Alpacas und Vicunas - frei grasend vor einer grandiosen Andenkulisse. Es waren wunderschöne Momente in dieser nahezu unberührten Natur, bis wir uns wieder auf den Weg machen mussten zur nächsten "menschlichen Ansiedlung", der Oase Pica. Nach einer kleinen Sprite-Pause im Stadtpark stand der letzte Programmpunkt des Tages an: das weltgrößte Geoglyphen-Feld, die Geoglifos Cerros Pintados. Über 400 zum Teil riesige Bilder erstreckten sich über zahlreiche Hänge. Ständig waren neue zu entdecken, wenn man um eine Ecke bog. Unsere Platz zum Zelten fanden wir daher erst in der Dämmerung mitten auf einem Acker im Nirgendwo. TAG 13: Dieser Tag begann leider mit einer Enttäuschung. In Calama wollten wir die größte offene Kupfermine der Welt besichtigen. Aufgrund der Entfernung starteten wir schon um 6.40 Uhr, um die 10 Uhr-Führung nicht zu verpassen - welche an diesem Tag aber leider ausfiel. Immerhin fanden wir in Calama endlich einen CD-Laden, um uns das chilenische Radioprogramm zu ersparen. Wir kauften 3 CDs und machten uns auf den Weg zu einem weiteren Tour-Highlight: eine Altiplano-Tour. Über Schotterstraßen und Sandpisten fuhren wir über diese endlose Ebene auf die schneebedeckten Anden zu. Es war eine fantastische Fahrt, zu der "Conquest of paradise" von Vangelis im Radio prima passte. Erster Stop war das Dorf Chiu Chiu mit einer weiteren schönen Adobekirche von 1672: Iglesia de San Francisco. Hinter ein Meter dicken Lehmziegelmauern und mit Türen (und Gewölbe) aus Kakteenholz, verbunden mit Vicuna-Sehnen versteckte sich dieses kleine Schmuckstück. In der Nähe fand sich sogar ein kleiner See, der das Dorf mit Wasser versorgte und die Heimat für ein paar Enten darstellte.
Das folgende Streckenstück zum nächsten Dorf Ayguina gehörte zum schönsten Teil der Reise. Eine endlose gerade Schotterpiste, die direkt auf die Anden zuführte, dazu immer wieder Vicunas auf und neben der Straße - einfach einmalig. Kurz vor Ayguina führte die Straße in wenigen Serpentinen nach unten zu einem Flusslauf, wo eine Herde Alpacas graste. Von der höher gelegenen Ebene aus war diese Idylle nicht einmal zu erahnen. Auch das Dorf lag etwas tiefer, war aber sowas von trostlos, dass wir nach ein paar Fotos - u.a. von einer Jesusstatue (Double in Rio), die ihre Hände auf die Andengipfel legt - gleich weiterfuhren. Ein weiteres Indianerdorf (wie alle Dörfer hier wurde es von Aymara-Indianern bevölkert) lag ebenfalls an einem idyllischen Wasserlauf und am Rande befand sich ein bunter Friedhof mit unzähligen Papierblumen vor der Kulisse der 6000er Andengipfel. Wir fuhren nun immer höher in die Berge hinauf um zum höchstgelegenen Geysirfeld der Welt zu kommen: El Tatio. Neben den bereits gewohnten Vicunas begegnete uns auf dieser einsamen Fahrt sogar ein Nandu, ein südamerikanischer Laufvogel.Gegen Abend kamen wir dann endlich in 4300m Höhe an - es wurde immer kälter und an Zelten war hier nicht zu denken. So quartierten wir uns im teuersten und zugleich schlechtesten Gästehaus der gesamten Tour ein - gezwungenermaßen, denn draußen fiel die Temperatur auf -10°C. Zwei Indiofrauen begrüßten uns in der landestypischen Tracht und zeigten uns Zimmer und Haus. Es gab kein elektrisches Licht, keinen Strom, kein heißes Wasser und keine Heizung. Das Bett war ein äußerst wackliges Etagenbett und es war saukalt in der Bude. Wir bekamen Kerzen für den Weg zur Toilette und in der Küche gab es einen Gasherd(!). Wir machten uns sofort eine heiße Suppe und schliefen die halbe Nacht nicht, weil das Bett bei jeder Bewegung wackelte und quietschte. Da die Geysire vor Sonnenaufgang sprudeln, wurde die Nacht eh sehr kurz, da wir schon um 6.30 Uhr zum nahegelegenen Geysirfeld losfahren mussten. TAG 14: Mit sämtlichen mitgenommenen Klamotten am Körper stiegen wir um 6.30 Uhr in den Wagen und folgten einem anderen Geländewagen durch dampfende Wasserläufe bis hin zum Geysirfeld. Aus zahllosen Löchern stieg heißer Dampf und sprudelte heißes Wasser - ein grandioses Schauspiel, während hinter den Bergen langsam die Sonne aufging. Trotz -6 °C war es hier durchaus erträglich, auch noch, als mehrere Touristenbusse aus der nächstgelegenen Stadt San Pedro de Atacama (rund 60km) ankamen. Wie angekündigt, nahm das Dampfen und Sprudeln bei Sonnenschein rapide ab und wir kehrten in unsere Unterkunft zurück um uns noch ein Frühstück in der kältesten Küche der Welt (mit Mütze und dicker Jacke) zu gönnen. Über halsbrecherische Schotterpisten fuhren wir dann zur Kultstadt der Aussteiger und Rucksacktouristen: San Pedro de Atacama, am riesigen Salzsee Salar de Atacama gelegen. Diesmal checkten wir in einem "richtigen" Hotel/Gästehaus ein, gaben die Wäsche zum Waschen ab und machten uns gleich wieder auf den Weg, um die fantastische Umgebung zu erkunden. Die Dörfer Toconao und Socaire mit ihren Kolonialkirchen lagen ebenso auf dem Weg wie die beiden Seen Laguna Miscanti und Laguna Miniques. Fast unnatürlich blau lagen sie zu unseren Füßen vor der Kulisse des 5600m hohen Vulkans Miscanti. An diesem längsten Tag der Tour fuhren wir noch zum Salar de Atacama, einem 3000 qkm großen Salzsee in 2300m Höhe. In glühender Hitze leben hier einige Flamingos und ein paar Echsen, die auf den Salzbrocken umherklettern. Nach einem kurzen Verschnaufen in unserem Hotel Licancabur liefen wir ein wenig durch San Pedro und gönnten uns ein schönes Abendessen in einem urigen Restaurant mit Che Guevara Bildern an der Wand.
15.-16. Tag: Kino und Panamericana (338 km + 546 km) TAG 15: Ein beinahe reiner Fahrtag incl. Einkaufen und Tanken, nur Unterbrochen von einem Kinobesuch in Calama. Passend zum Klima sahen wir uns in der 11-Uhr-Vorstellung "Ice age 2" an. An der Kasse machte man uns tatsächlich darauf aufmerksam, dass der Film nur in spanisch zu sehen ist... Über die Küstenstadt Antofagasta erreichten wir gegen 19.30 Uhr das Motel "Oasis" (Zelten war hier unmöglich). TAG 16: Gegen 7.30 Uhr wurden wir dann unsanft geweckt (telefonisch) und nach langem hin und her verstanden wir auch, dass wir nur den Preis für 12 Stunden bezahlt hatten (und die waren nun abgelaufen). In Windeseile hieß es nun zusammenzupacken und zu verschwinden... Frühstück gabs dann erst eine Stunde später an der Panamericana, auf der wir fast den ganzen Tag verbrachten. Über Chanaral erreichten wir endlich wieder einen einsamen abgelegenen Platz zum Zelten in 2500m Höhe nahe des "Portal del Inca" in einer grandiosen Berglandschaft
17.-18. Tag: Letzte Andentour (389 km + 436 km) TAG 17: Das "Portal del Inca" war ein Pass inmitten einer völlig leblosen Berglandschaft. Hier überlebte nur Gestrüpp - der Boden war völlig ausgetrocknet und zum Teil versalzen. Einen weißen Farbtupfer setzte dann der Salar de Maricunga, der südlichste Salzsee der Anden. Die Schotterpiste führte uns nun höher und höher bis zum Fuß des höchsten Vulkans der Erde, dem Nevado Ojos del Salado (6893m). Kaum zu glauben, dass er halb mit Schnee bedeckt war, während wir in der glühenden Hitze standen. Durch diese grandiose Berglandschaft ging es weiter Richtung argentinischer Grenze, die hier in 4725m Höhe liegt. Wenige Kilometer zuvor stoppten wir an einem der schönsten Seen der Tour - Laguna Verde - in 4345m Höhe. Ein eisiger Wind pfiff uns hier um die Ohren, aber wir blieben dennoch ein wenig, um den fantastischen Anblick dieses tiefblauen Sees vor der prächtigen Andenkulisse zu genießen. Durch den menschenleeren Park National Tres Cruces führte unser Weg dann wieder zurück in tiefere Lagen - vorbei an einem Eselsparadies (wilde Esel in wunderschönem Tal) über katastrophale Straßen. Wildpferde und Guanacos gabs auch noch zu sehen, bis wir unter dem einzigen Baum des Tales unser Zelt aufschlugen (nahe La Puerta). TAG 18: Über eine scheußliche Waschbrettpiste ging es am nächsten Morgen in die Weinstadt Vallenar stetig Richtung Süden. Die Zufahrt zum ESO-Observatorium "La Silla" war leider gesperrt. In der klaren Andenluft schauen hier die Europäer in die Sterne. Spannend wurde unsere Abfahrt über die Küstenkordilleren durch dichten Nebel hinunter zur Küste. Eine halsbrecherische Schotterpiste brachte uns schließlich heil nach Chungungo. Unter einer undurchdringlichen Wolkendecke schlugen wir abseits des Ortes unser Zelt auf - der erwartete Regen blieb aber aus.
19.-21. Tag: Pisco-Brennerei, Stundenhotel und Weiterflug (461 km + 462 km + 169 km) TAG 19: Mit der letzten Andentour endeten dann auch unsere wunderbaren Fahrten durch die mehr oder weniger unberührte Natur der Atacamawüste. Wir näherten uns nun schnell der chilenischen Hauptstadt, da unser Weiterflug auf die Osterinsel anstand.  Im Valle del Elqui, eine Art tropisches Paradies inmitten einer öden Landschaft, besichtigten wir die Pisco-Brennerei "Capel", fuhren weiter über Vicuna wieder auf die Panamericana. Nach 461km erreichten wir unsere abendliche Unterkunft, das "American Motel", deren deutschsprachige Chefin sich lange mit uns unterhielt (zum Üben der Sprache...) TAG 20: Heute erreichten wir wieder die chilenische Hauptstadt Santiago, deponierten die Campingsachen in unserem Hotel und brachen noch einmal auf zu einem kleinen Trip an die Küste. Über Valparaiso, den großen Marinehafen, erreichten wir Vina del Mar, der mondäne Badeort der Chilenen. In einem winzigen Cafe ließen wir uns einen Erdbeerjoghurtkuchen schmecken und liefen noch ein wenig durch die Fußgängerzone. Interessant war dann noch unsere Übernachtung in einem weiteren "Stundenhotel" - diesmal aber im "europäischen Sinne". Das riesige Bett und der Spiegel an der Decke, die völlige Anonymität und die überraschten Gesichter des Personals, als wir sie ansprachen, überraschten uns - aber nach langer Suche waren wir froh, endlich eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden zu haben. Diesmal kosteten 12 Stunden 20 Dollar im "La Rotonda". TAG 21: Nach exakt 12 Stunden saßen wir wieder im Suzuki, fuhren noch durch den Park National La Campana und erreichten am frühen Nachmittag den Flughafen. Um 17 Uhr startete dann eine Maschine der LAN Chile zum 3760km langen Flug über den Pazifik zur Osterinsel. Nach 5 Stunden erreichten wir unser wunderbar gelegenes Hotel Topara'a mit Blick aufs Meer. Wir erfuhren, dass wir nicht nur die einzigen, sondern auch die letzten Gäste in diesem Hotel wären, da es nach unserer Abreise durch einen Neubau ersetzt werden würde.
22.-26. Tag: Die Osterinsel (ca. 200 km) Das Frühstück war für chilenische Verhältnisse hervorragend, besonders der frisch gepresste Saft (alle 2 Tage eine andere Sorte) sorgte gleich für gute Laune am Morgen. TAG 22: Unser Erkundungstag in der Hauptstadt Hanga Roa (3000 Ew.), in der auch unser Hotel lag. Am Hafen sahen wir auch gleich unseren 1. Moai, der mit versteinertem Blick in die Stadt schaute und dem Meer den Rücken kehrte. Wir liefen durch die idyllischen Straßen, besichtigten die Kirche, deren Inneres eine seltsame Mischung aus christlichen und heidnischen Elementen bietet. Am Nachmittag starteten wir dann unsere 1. Tour in den Norden der Insel. Mit einem äußerst klapprigen Suzuki Samurai kurvten wir über einsame Schotterpisten an der Steilküste entlang und erreichten bald den "Ahu Akivi", die einzige Moai-Gruppe, die nicht ins Landesinnere, sondern aufs Meer schaut. 7 mächtige Figuren - jede für sich einmalig und 5-6m hoch. Passend zu den Figuren besuchten wir als nächstes die ehemalige "Hüte-Werkstatt". Hier entstanden im Krater Puna Pau die Pukao, die roten, bis zu 3m hohen Steinhüte der Moais. Der Durchmesser betrug bis zu 2m - was man an den herumliegenden Kolossen sehr schön abmessen konnte. TAG 23: Im Reisepreis enthalten war auch eine Ganztagstour "Magic of Easter Island", die heute startete. Sie umfasste im wesentlichen die östliche Inselhälfte und wurde von Herrmann, einem deutschen Auswanderer, geleitet. Er erzählte eine Menge und wir sahen zahllose stehende und umgefallene Moais (Hanga Tee), Häuserreste und Wohnhöhlen, einen Königs-Ahu (Akahanga) und erreichten schließlich Tongariki, den Super-Ahu mit nicht weniger als 15 Moais auf 200m Länge, die größte Zeremonieanlage Polynesiens. Die Moais schauen direkt auf ihren "Geburtsort", den Vulkan Rano Raraku, einem riesigen Steinbruch. Ursprünglich wurden alle 15 im Bürgerkrieg der Insel umgestoßen und 1960 von einer riesigen Flutwelle ins Landesinnere gespült. Japanisches Geld und chilenische Archäologen machten später dann wieder diesen grandiosen Anblick möglich. In der Nähe der 15 gibt es ferner den einzigen Moai, der je die Osterinsel verließ und wiederkam, sowie weibliche Moaiköpfe zu sehen. Von hier aus gings sofort zur Moai-Werkstatt Rano Raraku, wo heute noch 395 Moais vergeblich auf ihren Abtransport warten. Der älteste Moai findet sich ebenfalls hier - der einzige mit Beinen. Im Hang schlummert noch der größte Moai aller Zeiten, der aber leider nie vollendet wurde: 21m lang! Den größten jemals aufgestellten (aber heute leider liegenden) Moai (10m) sahen wir wenig später am "Nabel der Welt", wo ein mächtiger magnetischer Stein jeden Kompass verwirrt. Pause war dann am Anakena Beach, dem einzigen Strand der Insel, wo der Legende nach König Hotu Matua die einsamste (bewohnte) Insel der Welt betrat und besiedelte. Hier findet sich auch ein königlicher Ahu ("Nau Nau") mit 4 huttragenden Moais sowie Thor Heyerdahls Moai, den er 1956 zu Demonstrationszwecken mit 20 Insulanern aufrichtete. TAG 24: Erneut zogen wir mit Herrmann los, diesmal in den südlichen Inselteil und nur bis zum Mittag. Über den Ahu Vinapu I, wo es unter anderem inkaähnliche Steinmauern (fugenlos ohne Mörtel) zu sehen gab, fuhren wir zu einem absoluten Highlight der Insel, dem Vulkan Rano Kau. Von seinem Kraterrand aus sieht man rund 60% der gesamten Osterinsel, natürlich das Kraterinnere und hat einen fantastischen Blick auf den tiefblauen Pazifik mit den drei winzigen vorgelagerten Inseln Motu Nui (Die Vogelmanninsel), Motu Iti und Kao Kao. Hier oben begann der - auch in Kevin Costners Kinofilm ("Rapa Nui") beschriebene - Vogelmannwettstreit. Es galt 400m Steilküste hinabzuklettern, 2000 Meter zu schwimmen und dann in Gesellschaft von Haien heil wieder zurückzukehren. Hier oben an der Kultstätte Orongo warteten die Häuptlinge der einzelnen Stämme auf die Rückkehr der 14 Wettkämpfer, die bis zur dritten Insel schwimmen und ein Vogelei holen mussten. Mehrere flache Häuser und zahllose Vogelmannbilder erinnern hier oben noch an diese alte Tradition. Einen weiteren Kinofilm- und Originalschauplatz sahen wir am Ende der Tour: die "Menschenfresserhöhle" Ana Kaitangata mit interessanten Rauchseeschwalbenzeichnungen an der Decke. Der Tag endete mit einem leckeren Abendessen in Herrmanns Restaurant am Ende der Hauptstraße. TAG 25: Ostersonntag auf der Osterinsel! Bei uns Zufall, bei dem vor Anker liegenden Kreuzfahrer wohl eher nicht, denn die Passagiere wurden ausgeschifft und allesamt in die Kirche von Hanga Roa zum traditionellen Ostergottesdienst gebracht. Wir hingegen mieteten uns ein zweites Mal einen Suzuki Samurai und fuhren die eindrucksvollsten Orte der Insel alle noch einmal an. Neu hinzu kam der Ahu Kote Riku, wo sich der einzige Moai befindet, der noch seine weißen (Korallen-) Augen besitzt und deswegen der meistfotografierte der Insel ist. Hier erlebten wir auch später - zusammen mit zahlreichen Touristen - den fantastischen Sonnenuntergang mit Moai im Vordergrund. Im Jardin de Mau nahmen wir das letzte Abendessen auf der Osterinsel zu uns und flogen am nächsten Morgen mit einer aus Tahiti kommenden LAN Chile Maschine zurück nach Santiago.
26.-28. Tag: Santiago und Rückflug TAG 26: Ankunft von der Osterinsel und erneut Einchecken im Hotel. TAG 27: Ausgedehnter Stadtbummel in Santiago de Chile. 19 Uhr Rückflug nach Frankfurt TAG 28: Gegen 18 Uhr Ankunft in Frankfurt, 6 Stunden später wieder zuhause.
Was sonst noch? Kleine Tipps für Chile
Akklimatisierung in den Anden Zur Vorbeugung gegen die Höhenkrankheit (die durchaus sehr unangenehm werden kann, wie ich aus eigener Erfahrung weiß) sollte man in ca. 3000-3500m Höhe einen Tag zur Akklimatisierung verbringen, bevor man in größere Höhen aufbricht. In Chile ist dies besonders gefährlich, da das Land sehr "schmal" ist, d.h. man kann problemlos an einem Tag von Meereshöhe bis auf über 4500m Höhe fahren.
(Stunden-)Motels In der Gegend um Santiago bis hin zur Küste fanden wir auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit ausschließlich diese anonymen Stundenhotels, wo der Kontakt nur über Telefon und niedrige Durchreichen stattfindet. Vorteil für uns: Günstigere Übernachtung, da stundenweise zu buchen. Allerdings sollte man auch pünktlich verschwunden sein und sich nicht an allzu menschliche nächtliche Geräusche stören. Auch im Fernsehen gibt es spezielle Kanäle gratis, für die man ansonsten extra bezahlen muss...
Tankstellen In den Anden gibt es überhaupt keine Tankstellen. Die zum Teil über 600 km - Abstände zwischen den Tankstellen sind nur mit Ersatzkanistern zu schaffen. Die allerdings haben keinen wie bei uns üblichen Einfüllstutzen, so dass man improvisieren muss. Zur Not mit einem Stück Schlauch ansaugen...
Literatur:
Reiseführer:  Günther Wessel: Chile und die Osterinsel. - 3. Aufl. - Bielefeld: Reise-know-how-Verlag, 2003. - 600 S. mit zahlr. Fotos und Karten ISBN 3-8317-1098-8 Dirk Heckmann: Chile & Antarktis & Osterinsel. - München: OPS, 1998. - 412 S. mit einigen Fotos und Karten (Robinson Reisebegleiter) ISBN 3-930487-58-6
Karte Chile: Chile Maßstab 1:1.600.000. - 2. Aufl. - Bielefeld: Reise-Know-How, 2005. - 70x100cm 2seitig  ISBN 3-8317-7116-2
Karte Osterinsel: Easter Island (Chile) Maßstab 1:30.000. - Vancouver: International Travel Maps, 2006 ISBN 1-5534-1927-8
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