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1. Billy Elliot (2000) 2. Saint Ralph (2004) 3. Kletter-Ida (2001)
4. Whale rider (2002) 5. Netto (2004) 6. Vitus (2005) 7. Die Blindgänger (2003) 8. Der Club der toten Dichter (1988) 9. Herz im Kopf (2002) 10. Große Mädchen weinen nicht (2002)
Weitere sehenswerte Kinder- und Jugendfilme: Die Plätze 11-20 in alphabetischer Reihenfolge
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1. BILLY ELLIOT
Regie: Stephen Daldry, Großbritannien, 2000. - 110 min. Hauptdarsteller: Jamie Bell, Julie Walters, Jamie Draven, Gary Lewis, Jean Heywood
Größer könnte der Gegensatz kaum sein: ein 11jähriger Junge aus einer englischen Arbeitersiedlung wird von seinem Vater zum für Jungs "üblichen" Boxunterricht in die Turnhalle geschickt, wechselt dort aber zum gleichzeitig stattfindenden Ballettunterricht, der ihm viel mehr zusagt. Er findet eine engagierte Lehrerin, die seine Leidenschaft für den Tanz fördert und ihm gegen alle Widerstände beisteht. Besonders hervorzuheben ist die brillante schauspielerische Leistung des jungen Hauptdarstellers, der seine Unsicherheit und Angst überaus glaubhaft spielt und dem mitreißenden Film seinen Stempel aufdrückt.
2. SAINT RALPH
Regie: Michael McGowan, Kanada,2004. - 98 min. Hauptdarsteller: Adam Butcher, Campbell Scott, Gordon Pinsent, Jennifer Tilly
Die wunderbare Geschichte beruht auf einem Missverständnis. Als seine alleinerziehende Mutter ins Koma fällt, hört der 14jährige Sohn, dass ihr nur noch ein Wunder helfen könnte. Und ein Wunder wäre es, so sein Sportlehrer, wenn er den legendären Boston Marathon gewinnen würde. Fortan bemüht sich der Junge mit allen Kräften und entgegen aller Wahrscheinlichkeiten an dem Marathon nicht nur teilzunehmen, sondern ihn auch zu gewinnen. Nach einer wahren Geschichte aus den 50er Jahren ist auch dieser Film, wie schon "Billy Elliot" ein Plädoyer, an seinen Träumen festzuhalten, so unwahrscheinlich ihre Verwirklichung auch sein möge.
3. KLETTER-IDA
Regie: Hans Fabian Wullenweber, Dänemark/Norwegen/Schweden, 2001. - 87 min. Hauptdarsteller: Julie Zangenberg, Stefan Pagels Andersen, Mads Ravn, Lars Bom, Nastja Arcel
Ein wunderschöner Krimi für Kinder mit ernstem Hintergrund: Ein 12-jähriges Mädchen knackt mit ihren beiden gleichaltrigen Freunden einen Banktresor, um mit dem Geld die Operation ihres todkranken Vaters zu finanzieren... Für einen Kinderfilm technisch sehr aufwendig inszeniert überzeugt vor allem die junge Hauptdarstellerin, aber auch ihre "Komplizen". Auch für Erwachsene sehenswert.
4. WHALE RIDER
Regie: Niki Caro, Neuseeland/Deutschland, 2002. - 101 min. Hauptdarsteller: Keisha Castle-Hughes, Rawiri Paratene, Vicky Haughton, Cliff Curtis, Grant Roa
Die Lebenswirklichkeit eines Maori-Stammes auf Neuseeland als Gegenstand eines Kinderfilmes ist nicht gerade alltäglich. Die Geschichte schon eher: Der Führer des Stammes wartet ungeduldig darauf, seinen Nachfolger ausbilden zu können. Doch seine Tochter schenkte ihm "nur" eine Enkelin. Das inzwischen 12jährige Mädchen versucht alles, um den Großvater dazu zu bringen, als Nachfolgerin anerkannt zu werden. Sie lernt die Bräuche der Maori besser als die Jungen und sieht ihre Chance, als ein Wal - heiliges Tier der Maori - an den Strand gespült wird: ein Zeichen des Unheils für den Stamm. Neben der überzeugenden Hauptdarstellerin beeindrucken die wunderbaren Bilder und das für uns exotische Leben dieses Stammes am anderen Ende der Welt.
5. NETTO
Regie: Robert Thalheim, Deutschland, 2004. - 90 min. Hauptdarsteller: Milan Peschel, Sebastian Butz, Christina Grosse, Stephanie Charlotta Koetz
"Netto" ist ein Geheimtipp, der leider viel zu kurz in den Kinos lief. Er erzählt die ungewöhnliche Geschichte eines Jungen im Teenageralter, der nicht mehr bei seiner Mutter und deren neuem Freund im bürgerlichen Idyll leben will, sondern zu seinem Vater ziehen möchte. Schnell erkennt er, dass sein arbeitsloser Vater ein hoffnungsloser Träumer und Verlierer ist, den es gilt "umzuerziehen". Diese Umerziehung beginnt mit Tipps für Bewerbungen bis hin zum Proben eines Vorstellungsgesprächs (!). Es entwickeln sich wunderbare und amüsante Szenen, wenn der Vater zunächst die Versuche seines Sohnes abblocken will - schließlich ist er ja der "Lebens-Erfahrene" - und nach und nach begreift, dass zu einer Vater-Sohn-Beziehung Geben und Nehmen gehört. Für Milan Peschel ist dies eine Rolle wie auf den Leib geschrieben - restlos überzeugend spielt er den Loser, der allzugerne eine Security-Firma aufmachen möchte, aber hoffnungslos überfordert ist. Sebastian Butz spielt nicht minder gut den jungen Mann, der sich nicht mehr für seinen Vater schämen möchte und zunehmend resoluter ihm gegenüber auftritt, gleichzeitig aber liebenswert unsicher in der Beziehung zu einem Mädchen ist. Zu diesem Thema habe ich nie eine bessere Szene gesehen, als die Szene auf dem Dachboden, als die beiden versuchen sich "näher zu kommen"..
6. VITUS
Regie: Fredi M. Murer, Schweiz, 2005. - 123 min. Hauptdarsteller: Teo Gheorghiu, Bruno Ganz, Julika Jenkins, Urs Jucker
Ein hochbegabter Junge wird von seiner ehrgeizigen Mutter mehr oder weniger zu einer Pianistenkarriere getrieben. Nur bei seinem Großvater, der auf einem idyllischen Hof lebt, findet er eine kindgerechte Rückzugsmöglichkeit. Verkörpert durch den brillanten Bruno Ganz wird der Großvater zu seiner wichtigsten Bezugsperson - auch, als er bei einem schweren Sturz offensichtlich all seine Talente verloren hat und nur noch hilflos auf dem Klavier klimpern kann. Eine anrührende Geschichte über den Wert der Kindheit und natürlich die Musik.
7. DIE BLINDGÄNGER
Regie: Bernd Sahling, Deutschland, 2003. - 88 min. Hauptdarsteller: Ricarda Ramünke, Dominique Horwitz, Maria Rother, Oleg Rabcuk, Dennis Ritter Ein Internat für Blinde als Schauplatz eines Teenagerfilms - ungewöhnlich, aber Story und Schauspieler machen diesen Film zu einem echten Erlebnis. Weder Film noch Hauptdarsteller schwelgen im (Selbst-) Mitleid, sondern bieten Spielfreude und selbstironischen Humor. Der Film macht Mut, mit Leidenschaft und Engagement den eigenen Weg gegen alle Hindernisse zu gehen. "Die Blindgänger" handelt von zwei jungen Mädchen, die Musik lieben, aber in einer Band für "Sehende" nicht mitspielen dürfen. Doch sie lassen sich nicht entmutigen und treten zusammen mit einem jungen Russlanddeutschen selbst auf, um für diesen das Geld für die Heimreise nach Kasachstan zu verdienen...
8. DER CLUB DER TOTEN DICHTER
Regie: Peter Weir, USA, 1988. - 128 min. Hauptdarsteller: Robin Williams, Robert Sean Leonard, Ethan Hawke, Josh Charles, Gale Hansen
"Der Club der toten Dichter" ist ein Klassiker des Jugendfilms und seine Geschichte vom unorthodoxen Lehrer, der gegen die vorsintflutliche Pädagogik der Schulleitung antritt, wurde schon oft verfilmt. Selten aber so eindrucksvoll wie in diesem Film, der Ende der 50er Jahre in einem konservativ-strengen College in Neuengland spielt. Robin Williams als "Traumlehrer" will die Schüler seiner Klasse zur Verwirklichung ihrer eigenen Identität und ihrer eigenen Träume und Wünsche ermutigen und anleiten - gegen den Widerstand von verbohrten Eltern und der Schulleitung. Im eigens dafür gegründeten "Club der toten Dichter" wird die Poesie zum Symbol für geistige Freiheit. Eine bewegende Geschichte mit faszierenden Bildern und hervorragenden Schauspielern, u.a. Ethan Hawke als 17jähriger in seinem zweiten großen Film.
9. HERZ IM KOPF
Regie: Michael Gutmann, Deutschland, 2002. - 92 min. Hauptdarsteller: Tom Schilling, Alicja Bachleda-Curus, Leonard Lansink, Katharina Müller-Elmau
In diesem unspektakulären, aber dennoch eindrucksvollen Film spielt Tom Schilling die Rolle, die er offensichtlich am besten verkörpern kann: den Außenseiter. Hier kehrt er nach einjähriger Abwesenheit in sein Heimatdorf zurück und muss sich seinem Alltag stellen, den er kaum in den Griff bekommt. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung zu einem polnischen Aupair-Mädchen, doch auch diese ist mit Hindernissen und Missverständnissen belastet. Ein hervorragender Jugendfilm mit überzeugenden jugendlichen Hauptdarstellern.
10. GROSSE MÄDCHEN WEINEN NICHT
Regie: Maria von Heland, Deutschland, 2002. - 92 min. Hauptdarsteller: Anna Maria Mühe, Karoline Herfurth, Josefine Domes
Zwei der besten deutschen Nachwuchsschauspielerinnen - Anna Maria Mühe und Karoline Herfurth - spielen in diesem Drama zwei 17jährige Schülerinnen, die in dieselbe Klasse gehen und unzertrennlich sind. Liebeskummer und alltägliche Probleme mit Eltern, Freundinnen und Lehrern werden gemeinsam bewältigt. Doch als die eine der beiden entdeckt, dass ihr Vater ihre Mutter betrügt, richtet sich ihre Wut gegen die unschuldige Tochter der Geliebten... Der Film sucht einen Zugang zur realen Lebenswelt der Jugendlichen und lebt vom brillanten Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen
Die Plätze 11 - 20 in alphabetischer Reihenfolge:
11. Crazy (2000) 12. Geheimnis eines Sommers, Das (1987) 13. Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) 14. Kikujiros Sommer (1999) 15. Matilda (1997) 16. Mighty, The (1999) 17. Millions 18. Schmetterling, Der (2004) 19. Weiter als der Mond (2007) 20. Zwei kleine Helden (2004)
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