Tragikomödie
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1.  Adams Äpfel (2005)
2.  Couscous mit Fisch
(2007)
3.  About Schmidt
(2002)

4.  Sommer vorm Balkon (2005)
5.  Irina Palm (2006)
6.  Einer flog über’s Kuckucksnest (1975)
7.  Volver (2005)
8.  Paris je t’aime (2006)
9.  Tuvalu (1999)
10. Night on earth (1991)

Weitere sehenswerte Tragikomödien: Die Plätze 11-35 in alphabetischer Reihenfolge

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1. ADAMS ÄPFELAdams Äpfel

Regie: Anders Thomas Jensen, Dänemark, 2005. - 95 min.
Hauptdarsteller: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen

Soeben aus dem Gefängnis entlassen, kommt ein scheinbar skrupelloser Neonazi zur Resozialisierung in eine abgelegene kleine Kirchengemeinde. Anfangs irritiert ihn der gnadenlos positiv denkende und nur an das Gute glaubende Pfarrer, bis er versucht, diesem diese merkwürdige Mentalität auszutreiben - was aber nur bedingt gelingt. Dieser geniale Film steckt voller unvorhersehbarer Überraschungen, bietet nicht nur witzige, sondern auch äußerst denkwürdige Szenen (z.B. die skurrile Sterbebegleitung eines ehemaligen KZ-Aufsehers!). Hinter allem steht nicht zuletzt die Frage nach dem Sinn des Leidens auf der Welt und der Versuch einer kompromisslosen Menschlichkeit.

 

2. COUSCOUS MIT FISCHCouscous mit Fisch

Regie: Abdellatif Kechiche, Frankreich, 2007. - 151 min.
Hauptdarsteller: Habib Boufares, Hafsia Herzi, Farida Benkhetache, Abdelhamid Aktouche, Bouraouïa Marzouk, Alice Houri, Leila D'Issernio

Im Mittelpunkt dieses turbulenten Films steht das 60jährige, ehemalige Oberhaupt einer französisch-arabischen Einwandererfamilie, das nun mit einer anderen Frau und deren Tochter zusammenlebt. Er schafft es nicht, sich dem modernen Arbeitsrythmus anzupassen und wird entlassen. Seine zunächst belächelte Idee, ein Restaurant auf einem schrottreifen Boot zu eröffnen, wird aber nach vielen Problemen (denkwürdig: der Diebstahl seines Mofas) dennoch realisiert. Ein äußerst sehenswerter, anfangs rasanter, später sich etwas beruhigender Film, der am Ende in einem in der Form im Kino bislang nie gesehenen Bauchtanz seinen Höhepunkt findet.

 

3. ABOUT SCHMIDTAbout Schmidt

Regie: Alexander Payne, USA, 2002. - 125 min.
Hauptdarsteller: Jack Nicholson, Hope Davis, Kathy Bates

Nach seiner Versetzung in den Ruhestand und dem plötzlichen Tod seiner Frau startet ein 66-jähriger Mann mit seinem gigantischen Wohnmobil eine Reise zu Stationen der Kindheit und zur Hochzeit fast völlig fremd gewordenen Tochter. Eine Fahrt zwischen Hoffung und Verzweiflung, Witz und Tragik - immer auf der Suche nach dem Sinn seines leer gewordenen Lebens. Eine erneute schauspielerische Glanzleistung des weltbesten Schauspielers: Jack Nicholson.

 

4. SOMMER VORM BALKONSommer vorm Balkon

Regie: Andreas Dresen, Deutschland, 2005.- 110 min.
Hauptdarsteller: Nadja Uhl, Inka Friedrich, Andreas Schmidt

Ein wunderschöner Film über zwei Frauen mit recht unterschiedlichem Charakter und Problemen, die aber dennoch beste Freundinnen sind. Ihre Freundschaft wird nach dem Kennenlernen eines - von Andreas Schmidt genial verkörperten - Macho-Truckers auf die Probe gestellt. Liebe und Freundschaft, aber auch Arbeitslosigkeit und Einsamkeit sind die Themen dieser nicht immer leichten Komödie.

 

5. IRINA PALMIrina Palm

Regie: Sam Gabarski, Großbritannien / Frankreich / Belgien / Luxemburg / Deutschland, 2006. - 103 min.
Hauptdarstellerin: Marianne Faithful

Kulisse für diesen Film ist das schrecklich spießige Milieu einer Londoner Vorstadt. Hier lebt die schon etwas ältliche Hausfrau Irina, genial verkörpert durch die Sängerin Marianne Faithfull inmitten von Kaffeekränzchen und Reihenhäuschen.
Als sie erfährt, dass ihr Enkel nur durch eine teure Operation in Australien gerettet werden kann, nimmt sie - heimlich - einen "handfesten Job" im Londoner Rotlicht-Milieu an. Aufgrund ihres durchschlagenden Erfolgs gewinnt sie nicht nur erheblich an Selbstbewusstsein, sondern sie ändert auch ihr bisheriges Leben. Eine amüsante Tragikomödie, nachdenklich und witzig zugleich kritisiert sie bigotte Moralvorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft.

 

6. EINER FLOG ÜBERS KUCKUCKSNESTEiner flog übers Kuckucksnest

Regie: Milos Forman, USA, 1975. - 134 min.
Hauptdarsteller: Jack Nicholson, Louise Fletcher, William Redfield, Brad Dourif, Will Sampson

Ein Außenseiter, der sich nicht einfach der Gesellschaft anpassen will und kann, wird "zur Beobachtung" - wie er glaubt - in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Doch auch hier muckt er auf und stellt das System in Frage und die Klinik auf den Kopf. Als diese "Rebellion" bei den anderen Insassen beginnt Früchte zu tragen, wird er mit Gewalt "angepaßt". Doch er hinterlässt Spuren - nicht nur in den Köpfen der Insassen... Erneut brilliert der oscarausgezeichnete Jack Nicholson in diesem zugleich witzigen und überaus tragischen Film.

 

7. VOLVERVolver

Regie: Pedro Almodovar, Spanien, 2005. - 121 min.
Hauptdarsteller: Penelope Cruz, Carmen Maura, Lola Dueñas

Witziger, zum Teil skurriler Film über zwei spanische Schwestern, die in ihr Heimatdorf zurückkehren und dort nach und nach dunkle Familiengeheimnisse dreier Generationen aufdecken, die nicht nur mit Eifersucht, sondern vor allem mit Gewalt und Totschlag zu tun haben. Vor allem der gelassene Umgang mit dem Tod sorgt immer wieder für gelungene Momente in diesem wahrlich tragi-komischen Film. Bestechend sind auch die schauspielerischen Leistungen der spanischen Darstellerinnen - allen voran Penelope Cruz, die unter Regisseur Almodovar zu Höchstform aufläuft.

 

8. PARIS JE T’AIMEParis je t'aime

Regie: Bruno Podalydès (1. "Montmartre"), Gurinder Chadha (2. "Quais de Seine"), Gus Van Sant (3. "Le Marais"), Joel und Ethan Coen (4. "Tuileries"), Walter Salles und Daniela Thomas (5. "Loin du 16ème"), Christopher Doyle (6. "Porte de Choisy"), Isabel Coixet (7. "Bastille"), Nobuhiro Suwa (8. "Place des Victoires"), Sylvain Chomet (9. "Tour Eiffel"), Alfonso Cuarón (10. "Parc Monceau"), Olivier Assayas (11. "Quartier des Enfants Rouges"), Oliver Schmitz (12. "Place des Fêtes"), Richard LaGravenese (13. "Pigalle"), Vincenzo Natali (14. "Quartier de la Madeleine"), Wes Craven (15. "Père-Lachaise"), Tom Tykwer (16. "Faubourg Saint-Denis"), Frédéric Auburtin und Gérard Depardieu (17. "Quartier Latin"), Alexander Payne (18. "14th arrondissement")
Frankreich / Schweiz / Deutschland / Liechtenstein, 2006. - 120 min.
Hauptdarsteller: Bruno Podalydès (1), Leila Bekhti, Cyril Descours (2), Marianne Faithfull, Elias McConnell, Gaspard Ulliel (3), Julie Bataille, Steve Buscemi (4), Catalina Sandino Moreno (5), Barbet Schroeder, Li Xin (6), Sergio Castellitto, Emilie Ohana, Miranda Richardson (7), Juliette Binoche, Martin Combes, Willem Dafoe, Hippolyte Girardot (8), Yolande Moreau, Paul Putner (9), Sara Martins, Nick Nolte, Ludivine Sagnier (10), Lionel Dray, Maggie Gyllenhaal (11), Seydou Boro, Aïssa Maïga (12), Fanny Ardant, Bob Hoskins (13), Wes Craven, Olga Kurylenko, Elijah Wood (14), Emily Mortimer, Alexander Payne, Rufus Sewell (15), Melchior Belson, Natalie Portman (16), Gérard Depardieu, Ben Gazzara, Gena Rowlands (17), Margo Martindale (18)

Wunderschöne Sammlung von 18 Kurzfilmen, die allesamt in Paris - jeweils in einem anderen Arrondissement - spielen. Ein imposantes Staraufgebot, zum Teil namhafte Regisseure und vielfältige, unterhaltsame, humorvolle und auch wehmütige Geschichten machen "Paris je t'aime" zu einer Liebeserklärung an die Stadt und einem wahren Filmjuwel.

 

9. TUVALUTuvalu

Regie: Veit Helmer, Deutschland, 1999. - 91 min.
Hauptdarsteller: Denis Lavant, Chulpan Hamatova

Ein altes vom Zerfall heimgesuchtes Schwimmbad ist Schauplatz eines Märchens, das an Detailverliebtheit und Fantasie kaum zu überbieten ist. In diesem heruntergekommenen Bad leben einige skurrile Figuren, die ihre "Heimat" mit Einfallsreichtum und Tatkraft gegen böse Widersacher verteidigen. Selbst die Liebe kommt nicht zu kurz - wann hat man je eine schönere Romanze in einem Schwimmbad gesehen? Ein ganz besonderer Film, der seinesgleichen sucht und kaum in Worte zu fassen ist.

 

10. NIGHT ON EARTHNight on Earth

Regie: Jim Jarmusch, USA, 1991. - 126 min.
Hauptdarsteller: Winona Ryder, Gena Rowlands, Giancarlo Esposito, Armin Mueller-Stahl, Rosie Perez, Isaach de Bankolé, Béatrice Dalle, Roberto Benigni, Paolo Bonacelli, Matti Pellonpää, Kari Väänänen, Saku Kuosmanen

Die fünf Episoden des Films spielen allesamt in Taxis, die zur selben Zeit in Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki bestiegen werden. Jede Episode erzählt eine seltsame, skurrile, witzige oder nachdenkliche kleine Geschichte und alle bestechen durch ihre brillanten Schauspieler.

 

Die Plätze 11 - 35 in alphabetischer Reihenfolge:

11. Barfuß (Deutschland, 2005, 115 min.)
12. Big fish (USA, 2003, 125 min.)
13. Broken flowers (USA / Frankreich, 2005, 105 min.)
14. Der Duft der Frauen (USA, 1992, 157 min.)
15. Ed Wood (USA, 1994, 126 min.)
16. Edward mit den Scherenhänden (USA, 1990, 104 min.)
17. Elling (Norwegen, 2001, 90 min.)
18. Emmas Glück (Deutschland, 2006, 103 min.)
19. Die Geschichte vom weinenden Kamel (Deutschland / Mongolei, 2003, 91 min.)
20. Gran Torino (USA / Australien, 2008, 116 min.)
21. Das große Fressen (Frankreich / Italien, 1973, 129 min.)
22. Jenseits der Stille (Deutschland, 1996, 112 min.)
23. Knockin‘ on heavens door (Deutschland, 1996, 89 min.)
24. Little voice (Großbritannien, 1998, 97 min.)
25. Lovesong for Bobby Long (USA, 2004, 120 min.)
26. Luna Papa (Russland / Deutschland / Frankreich / Österreich / Schweiz, 1999, 109 min.)
27. Der Mann ohne Vergangenheit (Finnland / Deutschland, 2002, 96 min.)
28. Der Mann, der die Sterne macht (Italien, 1995, 106 min.)
29. Miffo (Schweden, 2003, 98 min.)
30. Mifune (Dänemark, 1999, 101 min.)
31. Mit Herz und Hand (Neuseeland / USA, 2005, 128 min.)
32. Muriels Hochzeit (Australien, 1994, 105 min.)
33. Muxmäuschenstill (Deutschland, 2004, 89 min.)
34. Wenn Träume fliegen lernen (USA, 2004, 101 min.)
35. Zelig (USA, 1982, 79 min.)

 

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