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1. An ihrer Seite (2006) 2. The War zone (1998) 3. Zeiten des Aufruhrs (2008)
4. Das geheime Leben der Worte (2005) 5. Das Fest (1997) 6. Wie im Himmel (2005) 7. Little children (2006) 8. Mein Leben ohne mich (2003) 9. Candy (2006) 10. Boys don’t cry (1999)
Weitere sehenswerte Tragödien: Die Plätze 11-43 in alphabetischer Reihenfolge
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1. AN IHRER SEITE
Regie: Sarah Polley, Kanada, 2006. - 110 min. Hauptdarsteller: Julie Christie, Gordon Pinsent, Olympia Dukakis, Michael Murphy
Sensationelles Regiedebüt der grandiosen Schauspielerin Sarah Polley ("Mein Leben ohne mich", "Das geheime Leben der Worte"): Ein Mann muss nach 45 Ehejahren mit ansehen, wie seine Frau an Alzheimer erkrankt und nach und nach sämtliche Erinnerungen an das gemeinsame glückliche Leben verliert. Nicht nur der Schritt, sie in eine Heim zu geben, fällt ihm unendlich schwer - noch dazu erlebt er, wie sie sich dort einem anderen Mann annähert. Gordon Pinsent und die überragende Julie Christie machen diesen Film zu einem "furchtbaren" Erlebnis (Taschentücher nicht vergessen!)
2. THE WAR ZONE
Regie: Tim Roth, Großbritannien, 1998.- 99 min. Hauptdarsteller: Ray Winstone, Tilda Swinton, Lara Belmont, Freddie Cunliffe
Furchtbar beklemmender, aber auch zutiefst menschlicher Film über einen 15jährigen Jungen, der entdeckt, dass sein Vater nicht nur seine 18jährige Schwester, sondern auch den neu geborenen Säugling sexuell missbraucht. Es kommt zur Auseinandersetzung mit seinem Vater... Angesiedelt an der tristen südwestenglischen Küste besticht dieses Familiendrama mit seinen intensiven Bildern und brillanten Schauspielern. Leider ist der Film nicht auf DVD erhältlich.
3. ZEITEN DES AUFRUHRS
Regie: Sam Mendes, USA / Großbritannien, 2008. - 119 min. Hauptdarsteller: Kate Winslet, Leonardo DiCaprio, Kathy Bates, Ryan Simpkins, Ty Simpkins
Drama um ein Ehepaar in einem typisch amerikanischen Vorort der 1950er-Jahre - aber durchaus auch in jeder anderen westlichen Kleinstadt möglich: Beide träumen vom Ausbruch aus ihren spießig beengten Verhältnissen, träumen von Paris als der Stadt ihrer Träume. Bitter ist es nun, mitansehen zu müssen, wie Feigheit und Trägheit diese Träume zunichte macht - genial gespielt von Oscar-Preisträgerin Kate Winslet und Leonardo DiCaprio.
4. DAS GEHEIME LEBEN DER WORTE
Regie: Isabel Coixet, Spanien, 2005. - 115 min. Hauptdarsteller: Tim Robbins, Sarah Polley
Beinahe ein Kammerspiel: Sarah Polley spielt eine Außenseiterin, die ihren Urlaub als freiwillige Krankenschwester auf einer Bohrinsel verbringt, um einen schwerverletzten - zunächst noch blinden - Arbeiter zu pflegen. Dieses sich leise und eindrücklich entwickelnde Drama erzählt von zwei traumatisierten Menschen, die sich im Laufe der Zeit immer näher kommen und einander ihre Geschichten von Schuld, Verletzungen und Liebe anvertrauen.
5. DAS FEST
Regie: Thomas Vinterberg, Dänemark, 1997. - 105 min. Hauptdarsteller: Ulrich Thomsen, Henning Moritzen, Thomas Bo Larsen, Paprika Steen
Ein dänischer Hotelier feiert mit der ganzen Familie auf einem Landgasthof seinen 60. Geburtstag. Lediglich eine seiner Töchter fehlt - sie hat wenige Monate zuvor Selbstmord begangen. Doch zunächst deutet alles auf eine unbeschwerte Feier hin, bis - nach alter Tradition - der älteste Sohn seine Geburtstagsrede hält. Beinahe emotionslos teilt er der fassungslosen Familie mit, dass sowohl er als auch seine verstorbene Schwester vom Vater als Kinder sexuell missbraucht wurden. Bei dieser Szene - die zum Beeindruckendsten gehört, was die Filmgeschichte zu bieten hat - bleiben nicht nur den Gästen der Feier die Bissen im Halse stecken. Auch die Zuschauer im Kino halten den Atem an, denn nun beginnt der eigentliche Film - mit den Reaktionen der Gäste... Eine schonungslose Familientragödie, die bis zum Schluss (!) spannend und bewegend bleibt.
6. WIE IM HIMMEL
Regie: Kay Pollak, Schweden, 2005. - 133 min. Hauptdarsteller: Michael Nyqvist, Frida Hallgren, Helen Sjöholm, Lennart Jähkel, Niklas Falk, Ingela Olsson, Per Morberg
Ein gefeierter Geigenvirtuose erleidet während eines Konzerts einen Herzinfarkt und zieht sich in sein schwedisches Heimatdorf zurück. Zunächst widerwillig übernimmt er den Job als Kantor des kleinen Kirchenchors. Doch nach und nach findet er Freude am Chor, an seinen Mitgliedern und führt gegen manchen Widerstand neue Methoden ein, die den Chor auf einen großen Gesangswettbewerb vorbereiten sollen. Der Film wird getragen von seinen sympathischen Schauspielern, die die Entwicklung des Chores glaubhaft vermitteln - sowie dem brillianten Hauptdarsteller, der seine (spiriuelle) "Erlösung" während des Chorwettbewerbs findet.
7. LITTLE CHILDREN
Regie: Todd Field, USA, 2006. - 136 min. Hauptdarsteller: Kate Winslet, Patrick Wilson, Jennifer Connelly, Gregg Edelman, Sadie Goldstein, Jackie Earle Haley
Erneut brilliert hier Kate Winslet in der Rolle als unausgefüllte junge Frau, die sich in eine Affäre mit einem eher infantilen Mann flüchtet. Wie schon in "Zeiten des Aufruhrs" träumt sie von einem anderen, besseren Leben außerhalb der spießigen Vorstadt. Doch damit nicht genug: in einer denkwürdigen Szene im Freibad kommt ein Pädophiler - gespielt vom nicht eben sympathischen Jackie Earle Haley - ins Spiel, der die heile Welt der Vorstadtsiedlung durcheinander bringt - und dementsprechend behandelt wird. Einen der grandiosen Höhepunkte des Films bietet der Schluss: Kate Winslet und Jackie Earle Haley auf einem Kinderspielplatz!
8. MEIN LEBEN OHNE MICH
Regie: Isabel Coixet, Kanada / Spanien, 2003. - 106 min. Hauptdarsteller: Sarah Polley, Scott Speedman, Deborah Harry
Erneut spielt die grandiose Sarah Polley die Hauptrolle in einem wunderbar traurigen, aber auch hoffnungsvollen Film, von dem mindestens eine Szene - zugleich die Schlüsselszene - unvergessen bleibt: Polley spielt die 23jährige Ehefrau und Mutter zweier Kinder, die erfahren hat, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Sie setzt sich in ein Cafe und notiert auf einem Zettel "10 Dinge, die ich noch erledigen muss, bevor ich sterbe". Damit versucht sie, nicht nur für sich selbst die Dinge zu "regeln", sondern auch für ihren Mann und ihre Kinder. Sie verliert nicht den Lebensmut und überwindet ihre Verzweiflung, indem sie ihren Liebsten hilft, den Tod der Ehefrau und Mutter zu überwinden. Auch dieser Film erfordert eine Packung Taschentücher...
9. CANDY
Regie: Neil Armfield, Australien, 2006. - 109 min. Hauptdarsteller: Heath Ledger, Abbie Cornish, Geoffrey Rush
Noch vor seiner oscarprämierten Rolle als "Joker" in "The Dark knight" und nach dem schwulem Cowboy in "Brokeback mountain" spielte Heath Ledger diese tragische Rolle als (beinahe) hoffnungsloser Junkie, zusammen mit der jungen Australierin Abbie Cornish als seine Freundin "aus gutem Hause". Die gemeinsame Drogenabhängigkeit zerstört nach und nach alles, was ihnen teuer ist - ihre Liebe, ihr Kind, die Eltern, den Freund. Besonders eindrucksvoll bleibt der "Kalte Entzug" in einem winzigen Raum auf zwei Matrazen in Erinnerung, nachdem beide erfahren haben, dass sie ein Kind erwartet. Der Film beeindruckt ungemein und vermeidet jeglichen moralischen Zeigefinger. Die Ereignisse sprechen für sich.
10. BOYS DON’T CRY
Regie: Kimberley Peirce, USA, 1999. - 118 min. Hauptdarsteller: Hilary Swank, Chloë Sevigny, Peter Sarsgaard, Brendan Sexton III
Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt von einer lesbischen jungen Frau, die sich als Mann ausgibt, um sich mit Frauen auf schnelle Affären einlassen zu können. Eine äußerst gefährliche Gratwanderung, da lesbische Liebe im amerikanischen Mittelwesten zu der Zeit noch ein Tabu war. Als sie sich in eine Frau verliebt - und auch umgekehrt - wird die Aufrechterhaltung des Betrugs immer schwieriger - bis sie letztendlich auffliegt... Hilary Swank erhielt für diese Rolle völlig zu Recht den Oscar, denn sie brilliert hier - wie später wieder in "Million Dollar Baby" - mit einer Intensität, die daran zweifeln lässt, ob Hilary tatsächlich eine Frau ist...
Die Plätze 11-43 in alphabetischer Reihenfolge:
11. City of god (Brasilien/USA/Frankreich, 2002, 128 min.) 12. Dancer in the dark (Dänemark/Schweden/Finnland, 2000, 140 min.) 13. Dead man walking (USA, 1995, 122 min.) 14. Durchgeknallt (USA, 1999, 127 min.) 15. Einundzwanzig Gramm (USA, 2003, 125 min.) 16. Haus aus Sand und Nebel, Das (USA, 2003, 126 min.) 17. Im Winter ein Jahr (Deutschland, 2008, 128 min.) 18. In deinen Händen (Dänemark, 2003, 102 min.) 19. In the bedroom (USA, 2002, 131 min.) 20. Into the wild (USA, 2007, 148 min. ) 21. Jesus von Montreal (Kanada, 1989, 119 min.) 22. Juno (USA/Kanada/Ungarn, 2007, 96 min.) 23. Kuss der Spinnenfrau, Der (Brasilien/USA, 1985, 124 min.) 24. Leaving Las Vegas (USA, 1995, 111 min.) 25. Legende vom Ozeanpianisten, Die (Italien/USA, 1999, 125 min.) 26. Lied von Liebe und Tod, Ein (Deutschland/Ungarn, 1999, 114 min.) 27. Million Dollar Baby (USA, 2004, 133 min.) 28. Monster (USA/Deutschland, 2003, 111 min.) 29. Monsters ball (USA, 2001, 112 min.) 30. Nacht singt ihre Lieder, Die (Deutschland, 2003, 95 min.) 31. Nachtgestalten (Deutschland, 1999, 103 min.) 32. Parfüm, Das (Deutschland/Frankreich/Spanien, 2006, 147 min.) 33. Piano, Das (Australien/Frankreich, 1992, 120 min.) 34. Priester, Der (Großbritannien, 1994, 109 min.) 35. Princesas (Spanien, 2005, 114 min.) 36. Samaria (Südkorea, 2004, 96 min.) 37. Seltsame Fall des Benjamin Button, Der (USA, 2008, 166 min.) 38. Trainspotting (Großbritannien, 1995, 94 min.) 39. Ulee’s Gold (USA, 1997, 112 min.) 40. Vier Minuten (Deutschland, 2006, 111 min.) 41. Zauber von Malena, Der (Italien/USA, 2000, 92 min.) 42. Zeit des Erwachens (USA, 1990, 104 min.) 43. Zementgarten, Der (Deutschland/GB/Frankreich, 1992, 105 min.)
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