Zeitreisen in die Urzeit
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Die folgenden Romane führen uns in die “Urzeit”. Unter diesem Begriff habe ich alle Zeitreisen zusammengefasst, die - selten genug - vor Beginn der Antike spielen, also vom Urknall bis ca. 1200 v.Chr.

In der Urzeit ereigneten sich die folgenden Geschichten:
* Jeschke, Wolfgang: Der letzte Tag der Schöpfung (ca. 5 Millionen Jahre v. Chr.)
* May, Julian: Das vielfarbene Land (ca. 6 Millionen Jahre v. Chr.)

* Simak, Clifford D.: Mastodonia (Kreidezeit und Pleistozän)

 

 

Wolfgang Jeschke: DER LETZTE TAG DER SCHÖPFUNG

In diesem faszinierenden Roman kommen die US-Navy in Zusammenarbeit mit der NASA Mitte der 80er Jahre auf eine völlig verrückte Idee: Mit Hilfe einer Zeitmaschine names Chronotron wollen sie - nach Versiegen der US-Ölquellen - ihreDer letzte Tag der Schöpfung Abhängigkeit vom arabischen Öl endgültig beenden. Dazu sollen Wissenschaftler, Soldaten und Arbeiter in eine Zeit zurückschickt werden, in der das Mittelmeer noch größtenteils trocken war. Der Atlantik wurde durch eine Gebirgsmauer bei Gibraltar zurückgehalten. Die Aufgabe der Männer besteht darin, die bekannten nordafrikanischen Ölfelder anzuzapfen und das Öl per Pipeline bis zur Nordsee abzuleiten, wo es per Zeitmaschine in die Gegenwart "gepumpt" würde - eine Art unerschöpfliche Öl"quelle". Mit Millardenaufwand läuft das Unternehmen "Westsenke" an und man schafft es tatsächlich, Menschen und Material ins westliche Mittel"meer" zu schicken. Doch niemand ahnt, was die Ankömmlinge dort erwartet. Die Gegebenheiten vor Ort sind völlig anders als geplant und der Mensch - Millionen Jahre zu früh auf der Erde - beginnt, den letzten Tag der Schöpfung einzuleiten... So abgefahren diese Idee auch klingen mag - der menschliche Charakter in seiner unermesslichen Gier wäre durchaus dazu imstande, soweit es die Technik zuließe.

Wolfgang Jeschke: Der letzte Tag der Schöpfung
München: Heyne, 1993 (Original: 1981). - 287 S. (Heyne Science Fiction; 06/4200)
ISBN 3-453-31134-5
ab 16 Jahren

 

 

Julian May: DAS VIELFARBENE LAND

Dieser 1. Teil des 4teiligen "Pliozän-Zyklus" erzählt von einer bahnbrechenden Erfindung im Jahre 2034. Über den Abgrund der Zeit hinweg gelingt es, eine Das vielfarbene LandVerbindung mit dem Pliozän herzustellen - allerdings nur in einer Richtung. Von da an melden sich zahllose Aussteiger, die durch das Zeittor ins Frankreich vor 6 Millionen Jahren gelangen wollen. Sie hoffen auf eine unberührte Natur, in der sie ihr Leben völlig neu beginnen können.
Niemand ahnt, dass die Erde um diese Zeit bereits fest in der Hand telepathisch begabter Aliens ist, für die dieser nicht enden wollende Zustrom von Menschen und Material lebensnotwendig ist...
Eine durchaus interessante Idee - besonders vor dem Hintergrund, dass die scheinbar allmächtigen Aliens wissen, dass sie 6 Millionen Jahre später von der Erde verschwunden sein werden. Am Ende des 1. Teils beginnen die Menschen, die den Aliens in die Urwälder Europas entkommen konnten, den Widerstand zu organisieren.

Julian May: Das vielfarbene Land
München: Heyne, 1988 (Original: 1981). - 2. Aufl. - 505 S. (Heyne Science Fiction; 06/4300)
ISBN 3-453-31250-3
ab 16 Jahren

 

Clifford D. Simak: MASTODONIA

Frische Saurierknochen, prähistorische Artefakte und ein fremdartiges Wesen mit Katzengesicht sind nur die Vorboten: Asa Steele fällt durch ein Zeittor in seinem Garten mitten ins Pleistozän, unter Mammuts und Säbelzahntiger....Mastodonia
Schon bald stellt sich heraus, dass nur “Catface”, jenes offensichtlich außerirdische Wesen, in der Lage ist, Zeitstraßen zu öffnen - in jede beliebige Epoche der Geschichte.
Leider stellt sich die Fantasie des Autors als doch recht begrenzt heraus, denn aus seiner ausbaufähigen Idee mit den unendlich vielen Möglichkeiten macht er nicht allzuviel.
Lediglich religiöse Gruppen, ein Safariveranstalter und die Regierung versuchen die gebotene Chance zu nutzen. Vom Rest der Welt nur Schweigen und Ignoranz. Meiner Meinung nach ist dieses Szenario wenig realistisch und verleidet einem das Buch doch ziemlich.
Schade um diese tolle Chance...

Clifford D. Simak: Mastodonia
München: Knaur, 1978 (Original: 1978). - Erstausgabe. - 189 S. (Knaur Science Fiction; 5748)
ISBN 3-426-05748-4
ab 14 Jahren

 

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