USA - New York
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Länderinfo:Flagge
Hauptstadt: Washington
Größe: 9.826.630 qkm
Einwohner (2008): 305,5 Mio.

* Allgemeines
* Circle-Line
* Museen
* Nachts in New York
* Harlem
* World Trade Center
* Brooklyn Bridge
* Spaziergänge
* In Memoriam: World Trade Center
* Literatur
* Fotogalerie und Fotoshow


Allgemeines

Reisetermin: 12. - 19.09.1990 (8 Tage)
Organisation: selbst
Flüge: Hapag Lloyd (über Tour-Plan Reisen, Bonn)
Unterkunft: 7x YMCA-Sloane house (34th/Ecke 9av.)
Mitreisende: -
Wetter: herbstlich kühl, aber trockenYMCA-Haus

New York - die Stadt der Städte - beeindruckend und teuer, Stadt der Wolkenkratzer und Straßenschluchten, mein 1. Reiseziel, nachdem ich erstmals einen festen Job bekommen hatte.
8 Tage im Herbst sind nicht lang, aber für die absoluten Highlights dieser fantastischen Stadt reichten sie ersteinmal. Mit 31,75 Dollar/Nacht für ein Einzelzimmer im 4. Stock (ohne Fenster!) war das YMCA-Haus in der 34th Straße durchaus noch bezahlbar. Letztendlich diente es nur zum Schlafen, schließlich war ich den ganzen Tag unterwegs. Die Lage des Hauses war sehr zentral - schließlich liegt eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt an der 34th: das Empire-State-Building.

Circle-Line
Für einen ersten Überblick buchte ich für den 1. Tag die große "Circle-Line"-Schiffstour, die um 9.30 Uhr zu einer Fahrt um die gesamte Insel Manhattan startete. Eine Smogglocke hing noch über der Stadt, als wir auf dem Hudson River das Südende der Insel mit Downtown und dem alles überragenden World-Trade-Center passierten. Auch die Freiheitsstatue war noch gut zu erkennen. Weiter gings über den East River nach Norden unter den vielen schönen alten Brücken (Brooklyn, Manhattan, Wilhelmsburg) bis zum UN-Hauptquartier. Weitere Brücken (Queensboro- und Willis-Ave) sowie riesige Appartment-Türme folgten bis der mir bislang völlig unbekannte Nordzipfel der Insel erreicht war. Dieses nahezu ländliche Gebiet erscheint nie in Berichten über Manhattan - Wald, Felsen, kleine Häuser, wie eine völlig andere Welt... Gegen Ende unterquerte das Boot noch eine der größten Hängebrücken der Welt - die George-Washington-Bridge mit 14 Fahrbahnen auf 2,6km Länge, erbaut 1931!. Nach 2 Stunden endete diese äußerst empfehlenswerte Bootstour wieder am Ausgangspunkt an der 44th st west.

Museen: MoMA - Guggenheim - American Museum of Natural History - MMA
Vier der großartigsten Museen der Welt befinden sich in New York. Gleich am nächsten Tag machte ich mich auf den Weg.
Erste Station: Das Museum of Modern Art, gebaut 1939. In beinahe jedem Raum hängen und stehen Millionenwerte, fast wie in einem Buch der modernen Kunstgeschichte: Picasso und Mondrian, Mies van der Rohe, Chagall, Margritte, Pinin Farina, Rodin, Lichtenstein, Pollock, Munch, Matisse, Van Gogh Guggenheim-Museumund Miro... - um nur ein paar zu nennen. Höhepunkt der Bildergalerien: Salvador Dali mit seinem bekanntesten Bild: "Die Beständigkeit der Erinnerung" - das Bild mit den zerfließenden Uhren.
Zweite Station: Das Solomon-R.Guggenheim-Museum. Aufgrund von Bauarbeiten blieb mir hier nichts anderes übrig, als den grandiosen Bau von außen zu bewundern. Immerhin konnte ich einen schnellen Blick ins Innere bis zur Glaskuppel werfen und mir ein paar Postkarten anschauen.
Dritte Station: American Museum of Natural History. Mittlerweile durch die Kinofilme "Nachts im Museum" noch berühmter, ist dieses Museum nicht nur aufgrund der beeindruckenden Saurierskelette ein "Muss" in Manhattan. Von 1874-77 erbaut, erstreckt es sich auf 50.000 qm und bietet alles "was lebt und lebte" - dazu noch tote Dinge wie z.B. Meteoriten und Mondgestein. Aber der T-Rex und der 22m lange Brontosaurus sind natürlich die absoluten Hingucker.
Vierte Station: The Metropolitan Museum of Art New York. Eines der weltweit größten Museen liegt direkt am Central Park und wurde 1880-1924 erbaut. Es ist das größte Museum Amerikas mit rund 3,3 Mio. Kunstwerken und zeigt Exponate aus 5000 Jahren Menschheitsgeschichte. Ohne Übertreibung steht es in einer Reihe mit dem Britischen Museum in London, dem Louvre in Paris und den Vatikanischen Museen in Rom. Fast einen ganzen Tag verbrachte ich in dem riesigen Gebäude und sah u.a. einen ganzen ägyptischen Tempel (einen kleinen, zugegeben), den die Amerikaner vom Nil über den Atlantik verfrachtet hatten und ihn damit vor den Fluten des Nasser-Stausees retteten: der Tempel von Dendur (ca. 1500 v.Chr.). Die riesige Halle verfügt über eine eigene Klimaanlage und einen Wassergraben, damit sich der Tempel darin auch "wohlfühlt". Mal abgesehen vom Tempel beinhaltet das Museum auch eine exzellente Ägyptensammlung (u.a. Echnatons Nase). Natürlich fehlen auch hier nicht die großen Künstler wie Van Gogh mit Sonnenblumen, Gaugain, Klee, Beckmann, Pollock, Picasso, Monet und Matisse. Alle Künstler hier aufzuzählen würde jeden Rahmen sprengen. Man muss es sich einfach ansehen.

Nachts - Empire State Building und Hubschrauberrundflug
Zwei Höhepunkte New Yorker Nächte sind der Blick vom Empire State Building und ein Hubschrauberrundflug über Manhattan.Empire State Building
Die Spitze blau-weiß-rot beleuchtet strahlte jede Nacht das weithin sichtbare Empire State Building über die nie schlafende Stadt. Durch das den Charme der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts versprühende Foyer betrat ich gegen 21 Uhr einen der Expresslifte und erreichte bald die Aussichtsplattform im 102. Stockwerk. Die Aussicht auf das Lichtermeer Manhattans aus 381m Höhe war atemberaubend: Broadway und WTC, PanAm- und Chryslerbuilding, unzählige Lichter in den Straßen und Büro-/Wohntürmen - einfach fantastisch.
Getoppt wurde dies nur noch durch einen (meinen ersten) Hubschrauberflug über Manhattan mit großer Schleife zur Freiheitsstatue. Der "Flight #2 - Statue of Liberty", 20 Uhr, für 46 Dollar überflog mit mir und 11 weiteren Passagieren vom Start an der 34th direkt am East River Midtown, Downtown, Statue of Liberty und East river mit seinen tollen Brücken - insgesamt 22km. Ist schon ein komisches Gefühl in einem wackligen Hubschrauber über den tiefen Straßenschluchten der Stadt zu schweben... Besonders gute Fotos waren dabei leider nicht möglich.

Harlem
Die größte neogotische Kathedrale der Welt steht in Harlem: St. John the Divine in der 113th st west. Sie ist seit 1911 im Bau und wird einst zwei 81m hohe Türme und einen 137m hohen Dachreiter haben. Auch das Innere ist äußerst beeindruckend in seiner schieren Größe. Spannend war die Fahrt in der U-Bahn dorthin - ich war der einzige Weiße im Wagen.

World Trade Center
Die Ereignisse haben diesen Bericht überholt: Die WTC-Türme stehen seit dem 11.09.2001 nicht mehr. Fast auf den Tag genau 11 Jahre zuvor besuchte ich das Welthandelszentrum an einem diesigen Sonntagmorgen und fuhr per Lift hinauf auf das Observation Deck des Südturms in 411m Höhe. Die beiden Türme waren von 1967-1973 erbaut worden und hatten je 110 Stockwerke. Trotz des nicht so tollen Wetters war der Blick einmalig: nach Norden auf das Häusermeer von Manhattan, nach Osten auf die Brooklyn-Bridge, nach Süden auf die Freiheitsstatue und New Jersey und nach Westen auf Newark und den Hudson River.
Ein paar Bilder der beiden Türme habe ich in dieser kleinen Galerie verewigt.

Brooklyn-Bridge - die schönste BrückeBrooklyn-Bridge
Manhattans schönste Brücke spannt sich über den East River hinüber in den gleichnamigen Stadtteil. Auf 2 Etagen kann die Brücke überquert werden: unten per Auto, oben zu Fuß. Von hier aus sind fantastische Fotos von Downtown - damals mit den alles überragenden Türmen des WTC - möglich. Diesen Spaziergang über die Brücke sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Spaziergänge
Auch wenn es anstrengend ist: man sollte möglichst wenig mit der Subway fahren und umso mehr zu Fuß die Straßenschluchten der Stadt erkunden. Es lohnt sich unbedingt - ein paar Beispiele:
- Broadway (Musicals und Kinos)
- 5th Avenue (Saint Patricks Cathedral mit seinen beiden 100m hohen Türmen, die zwischen den Wolkenkratzern so winzig wirken; Rockefeller Center u.v.a.)
- Avenue of the Americas (die imposanteste Straße der Stadt mit gigantischen verspiegelten Wolkenkratzern)
- Park Avenue (mit dem ehemaligen PanAm-Building und der Grand Central Station sowie dem UN-Headquarter)
- The New York Publik Library, die größte öffentliche Bibliothek der Welt (1911)
- Central Park (durch unzählige Filme wohl der berühmteste Park der Welt und grüne Lunge der Stadt: 340 Hektar groß, von 1858-1876 angelegt)Staten Island Ferry
- Grand Army Plaza
- Wall Street und Financial district
- The Dakota - das sagenumwobene Luxusapartmenthaus von 1880/84, direkt am Central Park gelegen. Hier spielten der unvergessliche Polanski-Film "Rosemaries Baby" sowie "Vanilla sky" und der (Zeitreise-) Roman "Das andere Ufer der Zeit" von Jack Finney. Berühmte Bewohner der Apartments waren u.a.: Sting, John Lennon (wurde vor dem Haus erschossen), Yoko Ono, Lauren Bacall, Judy Garland, Boris Karloff und Rudolf Nurejew.
- Bootstour mit der Staten-Island-Ferry nach Staten Island. Die 1990 für nur 25 Cent (!) verkehrende Fähre fährt strikt gen Süden, so dass von Bord beeindruckende Fotos von der Südspitze Manhattans incl. Heckgischt der Fähre gemacht werden können.


Literatur:

Reiseführer:

Gabriele von Arnim und Bruni Mayor: New York. - 11. Aufl. - Köln: Reiseführer 2Reiseführer 1DuMont, 1989. - 346 S. mit zahlr. Fotos und Karten (Richtig reisen)
ISBN 3-7701-0842-6

Wilhelm Voss-Gerling: New York. - 19. Aufl. - München: Polyglott, 1989. - 63 S. mit ein paar Zeichnungen und Karten (Polyglott Reiseführer; 724)
ISBN 3-493-60724-5

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