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Der Volvo V40 1,6 "Blueflash" (2000-2006)

- Wie es dazu kamVolvo V40 1,6
- Der Volvo V40
- Motor und Getriebe
- Fahrwerk
- Sicherheit
- Innenausstattung
- Geschichte des Volvo V40
- Literatur
- Film
- Fotogalerie - Fotoshow


WIE ES DAZU KAM
Aufgrund der hohen Reparaturkosten für meinen wunderschönen Volvo 480 Turbo entschied ich mich im Dezember 2000 für den Kauf eines "neuen" Wagens. Da ich durchaus mit der Marke Volvo zufrieden war (auch die Werkstatt war gut - wenn auch teuer...), sollte es wieder ein Volvo sein. Ein günstiges Angebot für einen Jahreswagen (9/1999) fand ich in einem Werbeblättchen von "Auto-Herbert" in Kiel: Ein azurblauer V40 (mein erster Kombi!) mit 109 PS, 11.093 km auf dem Tacho und vielen Extras zum Preis von rund 16.920 Euro (33.090 DM). In dem Preis eingeschlossen waren Anmeldung, TÜV und AU neu sowie der Umbau des Sony CD-Wechslers. Eine Probefahrt und eine Untersuchung bei einer ADAC-Partnerwerkstatt förderten keine Mängel zu Tage, so dass ich meinen alten Volvo 480 für 3100 Euro (6000 DM) in Zahlung gab und am 13.12.2000 Besitzer eines Volvo V40 1,6 wurde.
Der V40 ist selbstverständlich in keinster Weise mit dem sportlichen 480 zu vergleichen. Nicht umsonst wird der V40 häufig von Familien gekauft, da er einen großen Laderaum zu bieten hat, dabei aber auch noch ein wenig sportlich ist.
Pasviktal Nationalpark (NOR)118.734 km begleitete mich mein blauer Volvo, wobei sein Durchschnittsverbrauch bei 8,69 Litern Super bleifrei lag (immerhin 1 Liter weniger als beim 480). Der durchschnittliche Spritpreis im Zeitraum von Ende 2000 bis Mai 2006 lag bei 1,09 Euro/Liter.
Neben kleineren Touren innerhalb Deutschlands hatte der V40 eine besondere Bewährungsprobe zu bestehen:
Eine Nordkapptour über 10.300 km im Sommer 2004. Abgesehen von ein paar Schrammen im Unterbodenschutz absolvierte er die Strecke problemlos. Mit umgeklappten Rücksitzen ergab sich eine Riesenladefläche, die für 2 Personen mehr als ausreichend war. Sogar für einen "Kühlschrank" war noch Platz. Eine Fotoauswahl findet sich in der Fotogalerie.
Bezüglich Reparaturen nervte eine Sache in den Jahren immer wieder: Der Rückwärtsgang versagte seinen Dienst. Mehrmals musste ich deswegen in die Werkstatt, bis irgendeine Feder endgültig so gut befestigt worden war, dass es keine Probleme mehr gab.
Eine "außerplanmäßige" Reparatur gab es erst nach 77.500 km: eine Lambdasonde musste ausgetauscht werden. Ansonsten war der V40 äußerst zuverlässig und kam ohne weitere Reparaturen aus, bis ich ihn am 11.05.2006 für 4000 Euro in Zahlung gab - für einen weiteren V40...

DER V40 1,6
Das V40-Baujahr 1999 fällt in die sogenannte "Phase I" - gegenüber der späteren "Phase II" zu erkennen an den etwas kleineren Seitenleuchten, einer geringeren Länge und Höhe und einem chromfarbenen Kühlergrill (diese Aufzählung ist nicht vollständig).
Den - etwas spießigen - Chromkühlergrill sowie die Stahlfelgen habe ich als erstes ausgewechselt gegen einen schwarzen sportlichen Grill und Alufelgen. Dazu verpasste ich meinem V40 den "bösen Blick", d.h. er bekam schmale Leisten obenBöser Blick auf die Frontscheinwerfer geklebt, die ihn etwas "grimmig" dreinschauen ließen. Alles in allem wurde aus einem "normalen" Kombi, ein richtiger Sportkombi, dessen leuchtende azurblaue Farbe ihn schon von weitem erkennen ließ.
Die Länge des V40 beträgt 4,48m, die Breite 1,72m und die Höhe 1,41m. Im Gegensatz zum 480 ist der Kofferraum natürlich riesig: mit aufgestellter Rückbank 413 Liter, nach dem Umklappen sogar 1421 Liter.
Weitere Details:
- Das Leergewicht beträgt 1360kg bei 410kg Zuladung
- Geregelter 3-Wege-Katalysator
- Beheizbare Heckscheibe mit Scheibenwischer
- Von innen entriegelbarer Tankverschluss
- Zentralverriegelung
- Pollenfilter im Lüftungssystem
- zu 90% recycelbar

MOTOR und GETRIEBE
Im Motorraum sitzt ein 4-Zylinder-Reihenmotor mit Multipoint-Kraftstoffeinspritzung sowie 109 PS (80kw) bei 5800 U/min. Der Hubraum beträgt 1587ccm, das Drehmoment liegt bei 145 Nm.
Der V40 1,6 erreicht die 100km/h-Marke in 12s bei einer Höchstgeschwindigkeit von ca 200 km/h.Kraftwerk
Der Verbrauch liegt bei 6,2 (90 Km/h), 8,0 (120 km/h) und ca. 11,0 L im Stadtverkehr.
Die Details:
- Kraftstoff: unverbleites Normal- oder Superbenzin (91/95 Oktan)
- CO2 - Emission laut Hersteller bei 192g/km
- Tankinhalt: 60 Liter
- 5-Gang-Schaltung.

FAHRWERK
Der V40 wird über die Vorderräder angetrieben und verfügt über Einzelradaufhängung vorn und Multilinkachse hinten. Vorne und hinten gibt es zusätzlich Querstabilisatoren.
Die 195/55R-15 85V Reifen sind auf Alufelgen montiert. Der Wendekreis beträgt 10,6m.

SICHERHEIT
Wie immer bei Volvo, besticht auch der V40 schon in der Basisversion über eine gigantische Sicherheitsausstattung.
Eine komplette Aufzählung würde den Rahmen hier sprengen, daher nur die Highlights:
- Stahlverstärkte Sicherheitsfahrgastzelle
- Fahrer- und Beifahrerairbag
- 3-Punkt-Sicherheitsgurte und Kopfstützen an allen 5 Sitzen
- Automatische Gurthöhenverstellung vorn
- Kindersicherung an den Türen hinten
- Kontrollleuchte bei defekter Beleuchtung und nicht angelegtem Gurt
- WHIPS, das Volvo-Schleudertrauma-Schutzsystem
- SIPS, das Volvo-Seitenaufprall-Schutzsystem
- Extragroße Seitenairbags
- Seitliche Positionsleuchten
- ABS
- Scheibenbremsen vorn (innenbelüftet) und hinten
- EBV (Elektronische Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse)
- Zentralverriegelung und Wegfahrsperre
- "Heimwegausleuchtung" (30 Sekunden)
und vieles andere mehr...

INNENAUSSTATTUNG
Die Innenausstattung ist sorgfältig verarbeitet, aber auch etwas eintönig mit den vielen Grautönen. Daher habe ich das Armaturenbrett, die Mittelkonsole und Teile der Türen mit azurblauem (Wagenfarbe) "Woodline-Decor" beklebt. Dies verleiht dem Innenraum einen aufgelockerten, sogar sportlichen Charakter.
Weitere Ausstattung:
- Elektrische Fensterheber vornInnenraum
- Elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel
- Mittelarmlehne zwischen den Vordersitzen
- Rückbank 2:1 umklappbar
- Fußraumheizung
- einstellbare Lendenwirbelstütze
- Getränkehalter
- Viele Ablagemöglichkeiten (Türen, Mittelkonsole, Armaturentafel, Rücklehnen der Vordersitze)
- Getönte Scheiben
- Laderaumabdeckung
- Aus dem Vorgänger, dem Volvo 480, wurde das Sony-Radio mit Kassettendeck und der CD-Wechsler übernommen. Der 10fach-Wechsler fand einen Platz im Kofferraum.

GESCHICHTE DES VOLVO V40
Der Volvo V40 bzw. S40 lösten 1996 die 400er-Baureihe (440/460/480) ab.
Der Kombi bekam als Bezeichnung ein V40. Die ansonsten baugleiche Limousine hatte die Typenbezeichnung „S40“. Das "S" steht für „Sedan“, "V" für „Versatility“.
Als Plattform diente ein Gemeinschaftsprojekt mit Mitsubishi, die auf der gleichen Plattform ihr Modell Carisma produzierte. Produktionsstandort war im niederländischen Born.
Der V40 wurde rund 1 Jahr länger als der S40 gebaut. Erst im Frühjahr 2004 kam - nach 526.453 Exemplaren - der Nachfolger (der V50) auf den Markt.
Ganz dem Ruf als Hersteller von sicheren Autos folgend, war der V40 ab Werk mit einer kompletten Sicherheitsausstattung ausgestattet: Front- & Seitenairbags (erstes Auto seiner Klasse mit 4 Airbags, ab dem Facelift zusätzlich auch Kopfairbags) und ein Antiblockiersystem waren immer dabei. Ferner war der S/V40 das erste Auto seiner Klasse, das beim Euro-NCAP-Crashtest 4 Sterne erhielt, was damals der Höchstwertung entsprach.
Im Modelljahr 2000 fand ein umfangreiches Facelift statt, das neben gewissen optischen Änderungen auch viele technische Detailänderungen enthielt. Das Faceliftmodell ist u.a. an Klarglasscheinwerfern und größeren seitlichen Positionsleuchten zu erkennen.

LITERATUR
Für den Volvo V40 gibt es ein umfangreiches - englischsprachiges - Reparaturhandbuch, das zwar nicht gerade durch die Qualität seiner schwarz-weißen Fotos besticht, dem aber immerhin ein "Technisches Wörterbuch Englisch-Deutsch" beiliegt.
Für die wenigen Reparaturen, die man selbst noch ausführen kann ohne teure technische Hilfsmittel, genügt das Buch völlig (abgesehen davon gibt es keine Alternativen). Nicht berücksichtigt werden übrigens die Diesel-Motoren.

Autor

Mark Coombs und Spencer Drayton

Titel

Volvo S40 & V40: 1996 to 1999 (N to V registration) Petrol: Service and Repair Manual

Ort

Sparkford (GB)

Verlag

Haynes Publishing

Erscheinungsjahr

1999

ISBN

1-85960-569-9 (über Ebay ersteigert)

Reihe

Haynes Service and Repair Manual ; 3569

Seitenzahl

Jedes Kapitel mit eigener Zählung, dazu zahlreiche s/w-Fotos

Beilage

Technisches Wörterbuch Englisch- Deutsch

 

Reparaturbuch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Literatur in Zeitschriften:
Test:
Volvo Fan, Heft 4/1995; S. 2-5 (noch als F4 bzw. S4!)
Volvo Fan, Heft 1/1996; S. 29-31 (V40 im 1. Test)
Auto motor und sport, Heft 24/2000; S. 70-76 (V40 1,9 D)
Das neue automobil - Sonderdruck; 8 S. (V40 1,8 16V)
Auto Zeitung, Heft 23/2000; S. 41 (V40 1,9 D)
ADAC Autotest, Download ADAC-Datenbank von 2003 (V40 1,9 D)

Tuningtipp:
Tuning, Heft 2/2002; S. 146 (V40 T4)

 

FILM
Bei diesem Film handelt es sich um einen Original-Volvo-Werbefilm.
Er ist - zugegeben - etwas verkitscht, verdeutlicht aber die Wendigkeit eines V40. (bei Youtube.com gefunden)
Viel Spaß!

 

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