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Der Volvo V40 1,9D Black limited ed. Sport "Black Elk" (seit 2006)

- Wie es dazu kamVolvo V 40 1,9 D
- Der Volvo V40 1,9D
- Motor und Getriebe
- Fahrwerk
- Sicherheit
- Innenausstattung
- Geschichte des Volvo V40
- Literatur
- Film
- Fotogalerie - Fotoshow


WIE ES DAZU KAM
Explodierende Benzinpreise und ein noch annehmbarer Restwert für meinen alten V40-Benziner führten im Frühjahr 2006 zu Überlegungen hinsichtlich eines neuen Wagens. Es sollte erstmals ein Diesel sein, der zwar in der Anschaffung geringfügig teurer ist, aber im Unterhalt (erheblich weniger Verbrauch und niedrigere Dieselpreise - zumindest noch 2006...) deutlich günstiger bleibt.
Die Marke stand von vornherein außer Frage, lediglich das Modell war noch nicht ganz klar: der neue V50 oder nochmal der "alte" V40? Der V50 gefiel mir zwar besser und hatte serienmäßig einen Rußpartikelfilter, war aber noch recht neu auf dem Markt, etwas kleiner und mehrere Tausend Euro teurer als ein V40 2- Jahreswagen. Außerdem stand damals im Raum, dass es auch für den V40 noch einen Rußpartikelfilter geben würde (was Ende 2008 dann auch endlich der Fall war...) und natürlich die absolut ausgereifte Technik (immerhin seit 10 Jahren auf dem Markt).
Letztendlich fiel die Entscheidung auf einen V40. Fündig wurde ich - über www.mobile.de - erneut bei "Auto-Herbert" (die mittlerweile in Autohaus Pfohe umbenannt wurden): ein saphirschwarzer V40 1,9 D "Black limited edition Sport". Dagegen wirkte mein schöner alter azurblauer V40 geradezu bieder.
Der "Neue" war einer der letzten V40, die vom Band liefen (April 2004) und hatte lediglich 22824 km auf dem Tacho - für Dieselverhältnisse geradezu ein Neuwagen. Für eine fulminante Ausstattung ("Sport-Paket") und einen starken, turboaufgeladenen Common-Rail-Dieselmotor mit 116 PS (85 kw) und einem Wahnsinnsdrehmoment waren letztendlich 16.900 Euro zu zahlen. Mit Hilfe der Vergleichsmöglichkeiten über mobile.de konnte ich den Preis von ursprünglich 17.900 Euro ein wenig herunterhandeln. Für den alten V40 bekam ich noch 4000 Euro und verabschiedete Emblem V40 1,9Dmich damit endgültig von meinem guten alten Sony CD-Wechsler, der mir rund 15 Jahre Musikgenuss beschert hatte. Denn im neuen V40 war bereits ein Radio mit CD-Player installiert - dazu später mehr.
Wie erwartet sank der Spritverbrauch sofort deutlich und liegt für den Zeitraum Mai 2006 bis Dezember 2008 bei 5,88 L/100 km. Ein Rekordverbrauch von nur 5,05 L/100 km ergab sich bei einer Dänemarktour 2008. Bei einem Durchschnittspreis für Diesel von 1,25 Euro im Zeitraum Mai 2004 bis Dezember 2008 ist eine sparsame Fahrweise angesagt, sodass der Verbrauch noch weiter sinken wird.
Größere Touren hat der schwarze V40 bislang nicht hinter sich - lediglich ein paar "Ausflüge" an die Ostsee (Fischland und Rügen), die Nordsee (Dänemark), zur Wartburg, ins Rheinland und nach Hessen. Ein paar Bilder finden sich in der Fotogalerie.
Eine erste Reparatur gab es schon nach 3 Monaten, als mir auf der Autobahn ein Stein dermaßen hart in die Frontscheibe flog, dass diese ersetzt werden musste. Im November 2008 war auch endlich der Rußpartikelfilter (HJS Cityfilter) lieferbar, so dass er nachgerüstet werden konnte. Dadurch erhielt ich die grüne Feinstaubplakette ("4") und eine Steuerrückzahlung bzw. -befreiung bis Anfang 2010.

DER V40 1,9D
Mein V40 1,9D gehört zur "Phase II" der V40-Baureihe. Im Jahr 2000 gönnte Volvo seinem V40 ein umfangreiches "Facelift" und der bereits sehr zuverlässige Wagen wurde weiter verbessert und optisch attraktiver gemacht. Neben anderen Ausstattungspaketen gab es ein "Sport-Paket", das weiter unten noch ausführlich Cyborg-Einlage mit V40 Schriftzugvorgestellt wird. Der ganze Name lautet - natürlich in Englisch: "Black limited edition Sport"
Viel verändert habe ich bislang nicht, da das Sportpaket sehr umfangreich ist. Im Innern habe ich einen V40-Schriftzug in großen Chrombuchstaben auf der "Cyborg-Einlage" des Handschuhfaches angebracht. An den vorderen Sicherheitsgurten befinden sich volvoblaue Gurtpolster mit Volvo-Schriftzug. Den "Black Elk" klebte ich auf den Tankdeckel und die Frontscheinwerfer bekamen - wie schon beim Vorgängerwagen - den "bösen Blick": schwarze Scheinwerferleisten.
Die Länge des V40 der Phase II ist um 3cm auf 4,51m gewachsen, ebenso die Höhe um 1cm auf 1,42m. Lediglich die Breite (1,72m) blieb unverändert.
Weitere Details:
- Das Leergewicht beträgt 1395kg bei 395kg Zuladung
- Das Ladevolumen beläuft sich bei aufgestellter Rückbank auf 413 Liter, nach dem Umklappen auf 1421 Liter
- Rußpartikelfilter (HJS Cityfilter, seit November 2008)Böser Blick
- Beheizbare Heckscheibe mit Scheibenwischer
- Von innen entriegelbarer Tankverschluss
- Nebelscheinwerfer
- Doppelscheinwerfer vorn mit schwarzer Einfassung und Chromringen (Sportausstattung)
- Farbangepasster Front- und Dachspoiler (Sportausstattung)
- Tiefer gelegtes Sportfahrwerk (Sportausstattung)
- Schwarzer Wabengrill (Sportausstattung)
- Dachreling
- "Solaris" 6x15 Alufelgen (Sportausstattung)

MOTOR und GETRIEBE
Im Motorraum sitzt ein 4-Zylinder-Commonrail-Dieselmotor mit 116 PS (85kw) bei 4000 U/min. Der Hubraum beträgt 1870ccm, das Drehmoment liegt bei mächtigen 265 Nm (1750 U/min).Kraftwerk
Der V40 1,9D erreicht die 100km/h-Marke in 10,5s bei einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 210 km/h.
Der Verbrauch liegt bei 4,2 (90 Km/h), 5,4 (120 km/h) und 7,5 L im Stadtverkehr.
Die Details:
- Kraftstoff: Diesel
- CO2 - Emission bislang bei durchschnittlich 155g/km
- Tankinhalt: 60 Liter
- 5-Gang-Schaltung.

FAHRWERK
Der V40 wird über die Vorderräder angetrieben und verfügt über Einzelradauf- hängung vorn und Multilinkachse hinten. Vorne und hinten gibt es zusätzlich Querstabilisatoren.
Die 195/55R-15 85V Reifen sind auf Alufelgen montiert. Der Wendekreis beträgt rund 11m.

SICHERHEIT
Wie alle Volvos besticht auch der V40 1,9D Sport über eine gigantische Sicherheitsausstattung.
Eine komplette Aufzählung würde den Rahmen hier sprengen, daher nur die Highlights:
- Stahlverstärkte Sicherheitsfahrgastzelle
- 8 (!) Airbags: je 2 Front- und Seitenairbags sowie 4 zusätzliche Schulterairbags
- 3-Punkt-Sicherheitsgurte und Kopfstützen an allen 5 Sitzen
- Automatische Gurthöhenverstellung und vornLedersitze
- automatische Gurtstraffer
- Kindersicherung an den Türen hinten
- Kontrollleuchte bei defekter Beleuchtung und nicht angelegtem Gurt
- WHIPS, das Volvo-Schleudertrauma-Schutzsystem
- SIPS, das Volvo-Seitenaufprall-Schutzsystem
- Extragroße Seitenairbags
- Seitliche Positionsleuchten
- ABS
- Scheibenbremsen vorn (innenbelüftet) und hinten
- EBV (Elektronische Bremskraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse)
- Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und Wegfahrsperre
- "Heimwegausleuchtung" (30 Sekunden)
- Gepäcksicherungsgurt im Kofferraum
und vieles andere mehr...

INNENAUSSTATTUNG
Die Innenausstattung ist sorgfältig verarbeitet. Es gibt zwar auch wieder viele Grautöne, aber durch die alufarbenen "Cyborg-Einlagen" und die prächtigen Ledersitze wird der Gesamteindruck doch kräftig aufgewertet.
Weitere Ausstattung:
- Audioanlage HU-655 RDS mit integriertem CD-Player und Radio sowie 4x25Watt-Verstärker, 6 Lautsprechern und aktivem Subwoofer.
- Bordinstrumente chromeingefasst
- Bordcomputer (Anzeige der Außentemperatur mit Frostwarnung, durchschnittliche Geschwindigkeit, Durchschnittsverbrauch, momentaner Verbrauch, Aktionsradius und zurückgelegte Strecke)
- Jacqard-Leder-PolsterungCockpit
- Deadlock
- Klimaautomatik incl. Multifilter (Staub-, Pollen- und Abgasfilter)
- Beheiz- und höhenverstellbare Vordersitze mit einstellbarer Lendenwirbelstütze
- Elektrische Fensterheber vorn
- Elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel
- Mittelarmlehne zwischen den Vordersitzen mit 2 Getränkehaltern
- Rückbank 2:1 umklappbar
- Fußraumheizung
- Viele Ablagemöglichkeiten (Türen, Mittelkonsole, Armaturentafel, Rücklehnen der Vordersitze)
- Getönte Scheiben
- Laderaumabdeckung
- Lederlenkrad

GESCHICHTE DES VOLVO V40
Der Volvo V40 bzw. S40 lösten 1996 die 400er-Baureihe (440/460/480) ab.
Der Kombi bekam als Bezeichnung ein V40. Die ansonsten baugleiche Limousine hatte die Typenbezeichnung „S40“. Das "S" steht für „Sedan“, "V" für „Versatility“.
Als Plattform diente ein Gemeinschaftsprojekt mit Mitsubishi, die auf der gleichen Plattform ihr Modell Carisma produzierte. Produktionsstandort war im niederländischen Born.
Der V40 wurde rund 1 Jahr länger als der S40 gebaut. Erst im Frühjahr 2004 kam der Nachfolger (der V50) auf den Markt.
Ganz dem Ruf als Hersteller von sicheren Autos folgend, war der V40 ab Werk mit einer kompletten Sicherheitsausstattung ausgestattet: Front- & Seitenairbags (erstes Auto seiner Klasse mit 4 Airbags, ab dem Facelift zusätzlich auch Kopfairbags) und ein Antiblockiersystem waren immer dabei. Ferner war der S/V40 das erste Auto seiner Klasse, das beim Euro-NCAP-Crashtest 4 Sterne erhielt, was damals der Höchstwertung entsprach.
Im Modelljahr 2000 fand ein umfangreiches Facelift statt, das neben gewissen optischen Änderungen auch viele technische Detailänderungen enthielt. Das Faceliftmodell ("Phase II") ist u.a. an Klarglasscheinwerfern und den größeren seitlichen Positionsleuchten zu erkennen. Ferner wurden diverse Ausstattungspakete angeboten, z.B. "Sport" (in meinem V40).

LITERATUR
Für den Volvo V40 gibt es ein umfangreiches - englischsprachiges - Reparaturhandbuch, das zwar nicht gerade durch die Qualität seiner schwarz-weißen Fotos besticht, dem aber immerhin ein "Technisches Wörterbuch Englisch-Deutsch" beiliegt.
Für die wenigen Reparaturen, die man selbst noch ausführen kann ohne teure technische Hilfsmittel, genügt das Buch völlig (abgesehen davon gibt es keine Alternativen). Nicht berücksichtigt werden übrigens die Diesel-Motoren. Für alle Dieselfahrer, die nicht an ihrem Motor herumbasteln, ist das Buch dennoch eine Fundgrube und unverzichtbar.

Reparaturbuch

Autor

Mark Coombs und Spencer Drayton

Titel

Volvo S40 & V40: 1996 to 1999 (N to V registration) Petrol: Service and Repair Manual

Ort

Sparkford (GB)

Verlag

Haynes Publishing

Erscheinungsjahr

1999

ISBN

1-85960-569-9 (über Ebay ersteigert)

Reihe

Haynes Service and Repair Manual ; 3569

Seitenzahl

Jedes Kapitel mit eigener Zählung, dazu zahlreiche s/w-Fotos

Beilage

Technisches Wörterbuch Englisch- Deutsch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Literatur in Zeitschriften:
Test:
Volvo Fan, Heft 4/1995; S. 2-5 (noch als F4 bzw. S4!)
Volvo Fan, Heft 1/1996; S. 29-31 (V40 im 1. Test)
Auto motor und sport, Heft 24/2000; S. 70-76 (V40 1,9 D)
Das neue automobil - Sonderdruck; 8 S. (V40 1,8 16V)
Auto Zeitung, Heft 23/2000; S. 41 (V40 1,9 D)
ADAC Autotest, Download ADAC-Datenbank von 2003 (V40 1,9 D)

Tuningtipp:
Tuning, Heft 2/2002; S. 146 (V40 T4)

FILM
Bei beiden Filmen handelt es sich um Original-Volvo-Werbefilme.
Film 1 zeigt den V40 als Glücksbringer, während Film 2 deutlich macht, dass Autos durchaus Einfluss auf schulische Leistung haben, hier am Beispiel des Kunstunterrichts.
Beide Filme habe ich bei Youtube.com gefunden. Viel Spaß!

 

 

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