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1. Spiel mir das Lied vom Tod (1968) 2. Der mit dem Wolf tanzt (1990) 3. There will be blood (2007)
Western-Fans mögen es mir verzeihen: dieses Filmgenre gehört nicht zu meinen Favoriten. Aber die folgenden Top-3-Western sind wirklich sehenswert und gehören längst zu den "Klassikern". Sofern der "Oscar" für Jemanden eine Bedeutung hat - diese 3 Filme erhielten zusammen 8 dieser Auszeichnungen.
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1. SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD
Regie: Sergio Leone, Italien / USA, 1968. - 164 min. Hauptdarsteller: Charles Bronson, Henry Fonda, Claudia Cardinale
Der meines Erachtens beste Western bislang ist kein US- sondern ein sogenannter "Italowestern". Die beiden Hauptdarsteller stammen zwar aus den USA, aber der Regisseur ist Italiener und die Machart keineswegs "typisch amerikanisch", vergleicht man sie einmal mit US-Klassikern wie "High noon" oder diversen John-Wayne-Streifen. Schon die legendäre Anfangssequenz der wartenden Killer bis zum Eintreffen des Zuges lohnte damals das Eintrittsgeld ins Kino. Dazu der ultracoole Charles Bronson als einsamer Mundharmonikaspieler, der den Tod seines Bruders rächen will und mit dem Chef einer Eisenbahngesellschaft aneinander gerät. Letzterer, gespielt von Henry Fonda mit stahlblauen Augen, richtet in einer weiteren "grandiosen" Szene eine irische Einwandererfamilie samt Kindern hin - in US-Western zu dieser Zeit undenkbar. Fonda ging im Hinblick auf seine Karriere damit ein gewisses Risiko ein, da es seine bis dato erste Rolle als Schurke war. Und letztendlich nicht zu vergessen: die Gänsehaut-Titelmelodie, ein Stück, das in seiner Intensität um die Welt ging.
2. DER MIT DEM WOLF TANZT
Regie: Kevin Costner, USA 1990. - 183 min. Hauptdarsteller: Kevin Costner, Graham Greene
Dieser, vom damals noch recht unbekannten Kevin Costner unter großem finanziellen Risiko gedrehte Film, ist - wie schon "Spiel mir das Lied vom Tod" - nicht vergleichbar mit den üblichen US-Western. Schon die Ausgangssituation - ein einsamer Leutnant auf einem Außenposten im Grenzgebiet zu den Sioux - ist etwas Besonderes. Dies gilt für den ganzen Film, der nicht auf die üblichen Weiße-gegen-Rote-Kämpfe setzt, sondern versucht, mit eindrucksvoller Sorgfalt für die Details und ohne Idealisierung des Indianerlebens die Möglichkeit einer Verständigung aufzuzeigen. Der Leutnant kommt mit den Indianern in Kontakt, erlernt sogar ihre Sprache (!) und beginnt diese Menschen zu schätzen. Costner ist dabei ein wunderbar menschlicher Film - spannend und auch humorvoll - mit grandiosen Naturaufnahmen ohne ohne Klischees gelungen.
3. THERE WILL BE BLOOD
Regie: Paul Thomas Anderson, USA 2007. - 158 min. Hauptdarsteller: Daniel Day Lewis, Paul Franklin Dano
Wie nicht anders zu erwarten, ist auch der dritte Film meiner Western-Top-3 kein "typischer". Statt der traditionellen Rinderzucht steht hier die vor rund 100 Jahren in den USA beginnende Ölförderung im Vordergrund. Der Film begleitet einen auf der Suche nach materiellem Glück rücksichtslosen Mann auf seinem Weg zum US-Öl-Magnaten. Bereits die überaus eindrucksvolle Eingangssequenz charakterisiert diesen Mann als Jemanden, der nie aufgibt, bis er sein Ziel erreicht hat. Scheint die Aufnahme eines Waisenkindes zu Beginn noch ein menschlicher Zug zu sein, stellt sich schon recht bald heraus, welches Ziel er selbst mit dieser Adoption verfolgt. Auf der Suche nach immer neuen Ölquellen wird der "Ölmann" schließlich mit einem Prediger und Vorsteher einer kleinen Gemeinde konfrontiert. Auch diesem liegt weniger die Verkündigung des Glaubens als die eigene Macht und Herrlichkeit am Herzen. Die finale Auseinandersetzung der beiden in einer Bowlingbahn ist der geniale Höhepunkt dieses sehenswerten Streifens.
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